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Vom Solopreneur über das Mikrounternehmen bis zum KMU in der Schweiz: Unterschiedliche Ausgangslagen führen zu unterschiedlichen Fehlerquellen. Unser Thema heute!
Vom Solopreneur über das Mikrounternehmen bis zum KMU in der Schweiz: Unterschiedliche Ausgangslagen führen zu unterschiedlichen Fehlerquellen. Unser Thema heute!

Wer ein Unternehmen führt, egal wie gross, hat Freiheiten. Dazu gehört leider auch die Freiheit, falsche Entscheidungen zu treffen. Das ist nichts Neues und in der Regel auch nicht so dramatisch. Manche Fehler haben jedoch grössere Konsequenzen, liessen sich aber vermeiden. Willst du wissen, welche das sind und wie du damit umgehen sollst? Hier erfährst du mehr.


Die gute Nachricht: Viele geschäftliche Probleme entstehen nicht durch Pech, sondern durch wiederkehrende Muster.


Die weniger gute Nachricht: Viele Unternehmerinnen und Unternehmer erkennen diese Muster erst dann, wenn bereits Kosten entstanden sind und wertvolle Zeit verloren gegangen ist.


Ein Solopreneur kämpft mit einem vielfältigen Aufgabengebiet und fehlenden Strukturen. Ein Mikrounternehmen mit 2 - 9 Mitarbeitenden steht oft vor der Herausforderung, vom Improvisieren zum strategischen Führen zu wechseln. Ein KMU wiederum muss Prozesse, Führung, Wachstum und Risiken gleichzeitig im Griff behalten und soll dabei den Überblick (intern) und den Blick auf das grosse Ganze (strategisch) nicht verlieren.


DIE SOLOPRENEURE

Du bist CEO, CFO, Verkäufer:in, Marketingspezialist:in, Buchhalter:in, Administrator:in und IT-Abteilung in Personalunion und willst dabei auch noch innovativ sein? Wilkommen in der Welt der Solopreneure und Hut ab, denn das an sich ist schon aller Ehren wert und eine wirklich grosse Herausforderung.


Als Solopreneur lebst du von deiner Flexibilität. Gleichzeitig entsteht dadurch eine gefährliche Abhängigkeit. Denn das Unternehmen funktioniert nur, solange auch du funktionierst.


Fehler 1: Alles selbst machen

Du bist sensibel, was Kosten angeht und scheust auch sonst Abhängigkeiten, das ist normal. Viele werden aber dazu verleitet, alles selber machen zu wollen.


Das Resultat:

Du arbeitest 60 Stunden pro Woche und kommst trotzdem nicht voran.


Beispiel:

Eine selbständige Innenarchitektin verbringt neben ihrem Kerngebiet sehr viel Zeit mit Administration, Offerten und Rechnungen. Zeit, die für Aquise und strategisches Marketing fehlt.


Hier lohnt es sich, wiederkehrende Aufgaben zu strukturieren und standardisieren oder diese gezielt sogar ganz auszulagern, wenn es die Ausgangslage zulässt.


Fehler 2: Keine systematische Kundengewinnung

Viele verlassen sich auf Empfehlungen. Solange das funktioniert, super! Aber was, wenn die Emfpehlungen plötzlich ausbleiben und der Grund dafür muss nicht einmal bei dir liegen?


Besser:

Reservier dir jede Woche feste Zeitfenster für Marketing und Vertrieb und bau dir ein System auf, das dir hilft, nachhaltig Aufträge zu generieren.


Fehler 3: Gewinn mit Liquidität verwechseln

Hoher Umsatz bedeutet nicht automatisch genügend Geld auf dem Konto. Neben der Auftragskalkulation, solltest du das Liquiditätsmanagement mindestens genau so gut im Auge behalten. Viele Solopreneure schenken dem zu wenig Beachtung und kommen leider oft auch in Zahlungsnot.


Hier lässt sich mit einem durchdachten Cash-Management und einer rollenden Liquiditätsplanung vorbeugen. Damit kannst du auch gezielt Liquidität aufbauen für anstehende Investitionen und bist weniger abhängig von Banken.


Fehler 4: Keine klaren Prioritäten

Viele Solopreneure arbeiten permanent, aber nicht immer an den wichtigsten Aufgaben. Dieses Hamsterrad führt dazu, dass man mit dem Unternehmen nicht wirklich Fortschritt erzielt.


Besser:

Jede Woche 2-3 strategische Themen einplanen und den Fortschritt konsequent verfolgen.


Fehler 5: Fachwissen ersetzt kein Geschäftsmodell

Ein guter Handwerker, eine gute Beraterin oder eine gute IT-Spezialistin ist nicht automatisch Unternehmerin. Man ist gut in etwas, ist kein Geschäftsmodell. Wenn strategische Überlegungen fehlen, kann eine kleine Veränderung oft grossen Schaden anrichten.


Hier emfpiehlt es sich, regelmässig am Unternehmen zu arbeiten und die wichtigen Faktoren zu beobachten, die für den Erfolg sorgen oder diesen gefährden können.


Mikrounternehmen

Die meisten Mikrounternehmen wachsen aus einer erfolgreichen Selbständigkeit heraus. In dieser Übergangsphase entstehen oft die grössten Probleme.


Fehler 1: Mitarbeitende ohne System einstellen

Wer Mitarbeitende beschäftigt, muss führen können und ein Umfeld schaffen, dass beidseitig Klarheit schafft.


In der Praxis sieht man oft, dass Konfusion besteht zwischen Arbeitgebenden und Mitarbeitenden. Unklare Verantwortlichkeiten, ein fehlendes Rollenverständnis, fehlende Regeln, wo diese angebracht wären. Hier entstehen unnötige Fehler.


Es lohnt sich, gemeinsam die Vorstellungen über Rollenverständnis, Prozesse, Entscheidungswege und spezifisch notwendige Regeln zu klären.


Fehler 2: Fehlende Dokumentation

Wenn sich Wissen nur im Kopf einzelner Personen befindet, dann wird das schmerzhaft festgestellt, sollte diese Person einmal ausfallen.


Hier helfen schon einfache Prozessbeschreibungen und Checklisten weiter.


Fehler 3: Zu späte Digitalisierung

Wird in deinem Unternehmen noch oft mit Excel-Lösungen, vielen manuellen Abläufen und womöglich auch noch mit unlesbaren von Hand ausgefüllten Formularen gearbeitet, dann ist es höchste Zeit das zu überdenken.


Studien zeigen, dass zahlreiche Schweizer Unternehmen ihren digitalen Reifegrad überschätzen und Potenziale nicht konsequent nutzen. Die Folge kann sein, dass man von den laufenden Entwicklungen im Markt überholt und stehen gelassen wird.


Hier lohnt es sich, die eigenen Prozesse auf Optimierungspotenzial zu analysieren und diese systematisch, mit dem nötigen Gespür für nachhaltige Lösungen, zu optimieren. Automatisierung kann eine gute Lösung sein, ist es aber nicht in jedem Fall.


Fehler 4: Reines Umsatzdenken

Wachstum ohne ausreichende Marge verschärft bestehende Probleme. Im Preis sollte auch Spielraum enthalten sein, für sich rasch ändernde Marktbedingungen. Wer den laufenden Entwicklungen zu wenig Beachtung schenkt bei knapper Marge, wird bald einmal in grössere Schwierigkeiten kommen.


Analysiere Deckungsbeiträge und Profitabilität regelmässig und schau dir auch die laufenden Entwicklungen an den relevanten Märkten an. Handle proaktiv.


Fehler 5: Die falschen Mitarbeitenden einstellen

Der Fachkräftemangel bleibt in der Schweiz eine grosse Herausforderung. Aus diesem Druck heraus werden oft falsche Rekrutierungsentscheide getroffen. Fachwissen allein macht noch keine gute Arbeitskraft. Im Gegenteil, wenn Werte fehlen, kann dies sogar zu kapitalen Problemen führen.


Die Erfahrung zeigt, dass Firmen besser fahren, die Teamfähigkeit, Lernbereitschaft Einsatzwille und Werte stärker gewichten als reines Fachwissen. Auf das Zusammenspiel kommt es an.


KMU

Wenn Komplexität zur grössten Gefahr wird. Ab etwas zehn Mitarbeitenden ändern sich die Spielregeln erneut. Operative Aufgaben sind klarer, dafür erhalten Führung, Organisation und Strategie mehr Gewicht.


Fehler 1: Die Geschäftsleitung arbeitet nur noch operativ

Viele Führungsteams sind permanent im Tagesgeschäft gefangen. Strategische Themen werden auf später verschoben. Damit beginnt man jedoch, wichtigen Themen hinterher zu laufen, statt sie aktiv zu steuern. Das wiederum führt über Zeit zu fehlender Innovation.


Jedes Unternehmen funktioniert anders. Es lohnt sich aber auf alle Fälle, auf eine passende Art Zeit für Strategie, Organisation und Führung einzuplanen und zwar in einer Form, die den Themen so viel Gewicht gibt, dass sie laufend im Bewusstsein bleiben. Damit will ich einfach sagen, dass ein Workshop einmal im Jahr eher für mehr Aufwand als Nutzen sorgt. Ein sinnvolles System muss her - keine Pro-Forma-Aktion.


Fehler 2: Fehlendes Risikomanagement

In einer Zeit von Cyberangriffen, Lieferkettenproblemen, volatileren Märkten und politischer Unsicherheit kann es schnell zu unschönen Veränderungen kommen. Das eine oder andere haben viele KMU bereits erlebt, auch wenn gewisse Dinge kaum so vorhersehbar waren.


Dennoch: Vorsicht ist besser als Bedauern. Es lohnt sich, die wichtigsten Hebel zu kennen, Risiken zu identifizieren und über Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie Lösungswege nachzudenken. Eventuell können bestehende Abhängigkeiten sofort behoben werden, ohne dass es viel Reibung erzeugt. In der Not sind diese Aktionen meist um ein Vielfaches schwieriger.


Fehler 3: Innovation aufschieben

"Das machen wir später" ist einer der teuersten Sätze im Unternehmertum.


Viele KMU sehen grosses Potenzial in KI, Automatisierung, Systemwechsel oder Partnerschaften, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Konkrete Lösungen erfolgen jedoch nur zögerlich oder noch schlimmer - halbherzig. "Do. Or do not. There ist no try." so die Aussage von Yoda in Starwars. Da ist auch in der realen Welt viel Wahres dran.


Somit lohnt es sich, Innovationsziele festzulegen und diese konsequent zu verfolgen. Das führt schrittweise zu erfolgreichen Innovationsschritten, wie diese auch immer aussehen mögen. May the Force be with You ;)


Fehler 4: Personal nicht entwickeln

Oft werden die besten Fachspezialisten automatisch zu Vorgesetzten befördert. Nicht immer eine gute Idee. A) Weil dann ein sehr starker Fachspezialist fehlt und B) Weil dem ehemaligen Fachspezialisten womöglich wichtige Führungskompetenzen fehlen.


Zum Beispiel kann ein ungesundes Spannungsfeld entstehen, wenn die Erwartungen des Fach-Genies als Vorgesetzter von den Mitarbeitenden nicht in der erwarteten Art und Weise umgesetzt werden.


Es lohnt sich daher, dass Führungskompetenzen gezielt aufgebaut werden.


Fehler 5: Unternehmenskultur dem Zufall überlassen

Du kannst die Geschäftsleitung fragen, wie es um die Unternehmenskultur steht und sie wird dir oft sagen, dass das im Betrieb kein Thema sei, denn die Stimmung und die Einstellung passe über alle Abteilungen hinweg. Ist das aber wirklich so?


Einem Mitarbeitenden fällt es in der Regel immer etwas schwer, konstruktive Kritik gegenüber der Geschäftsleitung zu äussern. Aber die Mitarbeitenden sind die Augen und Ohren im Betrieb und sehen, wenn etwas nicht mehr passt.


Betriebe die Werte definieren und eine echte Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden auf allen Stufen vorleben, Sicherheit vermitteln und Selbständigkeit fördern, werden einen positiven Dominoeffekt erzielen.


Das kann man aber nicht von heute auf morgen ändern. Das muss man sich bei seinen Mitarbeitenden verdienen: Wort halten. Versprechen einlösen. Zuhören. Offen sein. Respektvoll. Fair. Alles wichtige Faktoren oder aber nutzlose Worthüllen.


FAZIT

Krisen entstehen in der Regel nicht über Nacht. Sie entwickeln sich. Ein Solopreneur verzettelt sich. Ein Mikrounternehmen wächst ohne Strukturen. Ein KMU lässt eine positive Unternehmenskultur vermissen.


Wer den Alltag nicht zum Dominator des Geschehens werden lässt und sich gezielt wichtigen strategischen Themen widmet, wird nachhaltig erfolgreicher Unterwegs sein.


Strategie soll nichts Abgehobenes sein. Sie soll greifbar sein und Sinn stiften. Sie soll das Unternehmen fit für die Zukunft machen und das Bestehen sichern.


Das ist kein Hexenwerk, sondern nur eine Frage von: "Do. Or do not. There is no try."


Wenn du monatlich einen Überblick über die nubiz Weekly Themen erhalten willst und weitere spannende Informationen wünschst, dann kannst du dich hier für den Newsletter anmelden.


Du kannst dich auch unserer Community anschliessen.


Und bei spezifischen Anliegen kannst du dich natürlich jederzeit unverbindlich bei mir melden.


Viel Erfolg bei deinen nächsten Vorhaben und bis bald!


Alexander Osterberger-Barrett

nubiz Coaching & Beratung








 
Spezialthema Geschäftskonzept: Wie du dir auf einem Blatt Überblick verschaffst und die wichtigen Fragen rund um dein Geschäftsmodell prüfen und besprechen kannst.
Spezialthema Geschäftskonzept: Wie du dir auf einem Blatt Überblick verschaffst und die wichtigen Fragen rund um dein Geschäftsmodell prüfen und besprechen kannst.

Daneben gibt es wie gewohnt spannende News aus der Community. Unter anderem mit einem Laubfrosch in Steffisburg, einem Flizzer unter Strom und Aktivitäten in der Nautilus. Außerdem erwarten dich Neuigkeiten aus der nubiz Küche und wir werfen einen Blick auf die spannenden Events, die in der Schweiz im Juni für Startups & KMU anstehen.


Inhalt:

  • Spezialthema: Geschäftskonzept - Überblick auf einen Blick

  • News aus der Community

  • nubiz News

  • Eventvorschau Juni


Geschäftskonzept - Überblick auf einen Blick

Nehmen wir an, heute kommt eine wichtige Geschäftspartnerin oder ein Investor vorbei und fragt: "Wie funktioniert euer Geschäft eigentlich genau?" - kannst du jemandem, der dein Business nicht von innen kennt, in 2 Minuten einen nachvollziehbaren Überblick geben? Oder musst du zuerst den Businessplan, die Strategiepräsentation und die letzte Marktanalyse finden und gleichzeitig erklären, warum die Hälfte der Daten nicht aktuell sind? Ich weiss, das ist vielleicht etwas übertrieben, aber seien wir ehrlich: Oftmals fühlen wir uns im Unternehmen zwar sicher, haben aber keinen aktuellen Gesamtüberblick. So können uns Chancen und Risiken entgehen, die im weiteren Verlauf entscheidend sind für das Unternehmen.


Viele Unternehmen tragen ihr Geschäftskonzept wie ein Puzzle mit sich herum, wobei die einzelnen Teile oft nicht mal in der gleichen Box verpackt sind - sprich die Unterlagen liegen in diversen Ordnern und Schubladen.


Dabei ist die entscheidende Frage für jedes Startup und für jedes KMU erstaunlich simpel:

Wie genau schaffen wir Wert für unsere Kunden und wie verdienen wir damit Geld?


Die Schwierigkeit besteht nicht darin, diese Frage zu stellen. Die Schwierigkeit besteht darin, sie möglichst klar und übersichtlich zu beantworten.


Ich sehe Startups mit einem 40-seitigen Businessplan, obwohl noch niemand sicher weiss, ob die Kunden das Produkt überhaupt kaufen wollen. Ausserdem gibt es viele etablierte KMU mit einer langjährigen Erfolgsgeschichte, die ihr Geschäftsmodell aber nie bewusst dokumentiert haben.


Beide Situationen haben etwas gemeinsam:

Es fehlt der aktuelle Überblick und somit besteht ein latentes Risiko, relevante Problemstellungen zu übersehen oder zu spät zu erkennen und sich bietende Chancen ungenutzt vorbeiziehen zu lassen.


Hier kommen Lean Canvas und Business Model Canvas ins Spiel

Beide Methoden verfolgen eine einfache Idee: Das gesamte Geschäftsmodell wird auf einer einzigen Seite dargestellt. Kein Roman. Kein Ordner. Keine PowerPoint-Präsentation mit 87 Seiten.


Eine Seite!


Und plötzlich wird auf einen Blick sichtbar, wie dein Geschäftsmodell aussieht.


Lean Canvas

Insbesondere Startups stehen in einer frühen Phase vor einer ganz anderen Herausforderung als etablierte Firmen. Die grösste Gefahr ist nicht die Konkurrenz. Die grösste Gefahr ist, etwas zu entwickeln, das niemand wirklich will.


Deshalb konzentriert sich Lean Canvas auf diese Fragen:

  • Welches Problem lösen wir?

  • Für wen lösen wir es?

  • Was ist unsere Lösung?

  • Warum ist sie besser als Alternativen?

  • Was können wir oder was haben wir, was andere nicht haben?

  • Wie finden wir Kunden?

  • Wie verdienen wir Geld?

  • Was sind die Kosten?

  • Wie messen wir, ob wir auf dem richtigen Weg sind?


Ein Beispiel:

Drei Gründer entwickeln eine Plattform für Handwerker in der Schweiz. Die Idee klingt hervorragend, bis sie Lean Canvas ausfüllen. Hier stellen sie fest, dass sie zwar die technische Lösung detailliert durchdacht haben, aber noch gar nicht wissen, ob Handwerker dieses Problem tatsächlich als dringend empfinden. Eine wichtige Erkenntnis, die es nun zu testen gilt, bevor man eine teure Lösung baut.


Der Vorteil von Lean Canvas liegt also im Lernen. Es macht sichtbar, was unplausibel klingt und legt offen, welche Annahmen noch getestet werden müssen.


Business Model Canvas

Bestehende Unternehmen und marktaktive Startups haben ein anderes Problem. Sie wissen besser Bescheid, wie ihr Geschäft funktioniert, aber funktioniert das Geschäftsmodell morgen noch genauso gut wie heute und was können wir daran verbessern?


Das Business Model Canvas betrachtet das Unternehmen etwas breiter und fokussiert insbesondere auch auf Nutzenversprechen, Kundenbeziehungen, Schlüsselressourcen, Partner und Schlüsselaktivitäten neben den bereits bekannten Fragestellungen aus Lean Canvas, die hier präzisiert werden.


Ein Beispiel:

Ein erfolgreiches KMU verkauft seit Jahren hochwertige Produkte über Aussendienst und Fachhandel. Im Workshop wird das Geschäftsmodell erstmals auf einem Canvas dargestellt. Dabei fällt auf, dass es eine Chance gibt, diese Produkte selber online zu vertreiben, was auf den ersten Blick aufgrund des Produktes nicht gleich augenscheinlich war. Aufgrund der Diskussionen anhand des Canvas wurde die Idee jedoch als verfolgenswert eingestuft.


Genau darin liegt die Stärke des Business Model Canvas. Es schafft Transparenz als Grundlage für weitere Überlegungen und Diskussionen und hilft dadurch überraschend schnell, Chancen, Risiken und blinde Flecken aufzudecken.


Fazit

Unabhängig von Unternehmensgrösse oder Branche entstehen mit den Canvas-Lösungen immer wieder dieselben Vorteile:

  • Das Konzept wird fassbar und überblickbar.

  • Es entsteht Transparenz und Klarheit.

  • Zusammenhänge werden sichtbar.

  • Strategische Diskussionen können konkreter geführt werden (alle sprechen vom Gleichen).

  • Chancen, Risiken und Hypothesen werden schneller erkannt.

  • Entscheidungen basieren auf einem gemeinsamen Gesamtbild.

  • Anpassungen können einfacher geplant werden.


Man sieht auf einen Blick, wie das Unternehmen funktionieren soll und das ist erstaunlich wertvoll, in einer Welt, die immer komplexer wird.


Könnt ihr euer Unternehmenskonzept bereits auf einer Seite darstellen?


Wenn nicht, lohnt es sich womöglich. Hier findet ihr kostenlose Vorlagen und Anleitungen, um das für euer Unternehmen aufzusetzen. Gerne stehe ich bei Fragen zur Verfügung.


News aus der nubiz Community


Voltsphere, Pascal Dietrich:

Ab sofort bis Mitte Sommer publiziert Voltsphere jeden Freitag neue Blogartikel rund um die Elektromobilität. Du weisst nicht, worauf du beim Kauf eines E-Autos achten musst? Du hast offene Fragen zum Thema? Du bist dir unsicher, wie Details funktionieren oder wie effizient ein Elektroauto im Alltag ist? Hier erfährst du mehr.



Soulisland - Veleen:

I performed last Thursday at Laubfrosch Piazza, a lovely rooftop bar in Steffisburg that perfectly suited my taste. The warm evening sun streamed in just right, creating a gentle, delightful breeze thanks to the clever decor. I was honoured to be the first performer, and many more will follow. The owners and staff were exceptionally warm and welcoming. It was an evening full of joy. Laubfrosch Piazza just started the summer season. It's definitely a great choice to spend a lovely evening. Find out more and visit Laubfrosch Piazza (by the way, Laubfrosch is a nickname for a great oldtimer - no worries, there are no other frogs around).



Benny Reiter Fotografie:

Es ist wieder Zeit für die Fotowanderung zu den Steinböcken:



nubiz Tipp:

Finnland hat offiziell einen basis AI Online-Kurs erstellt, der auch in Deutsch frei verfügbar ist. Ich werde den testen und die Ergebnisse teilen, wenn aber jemand jetzt schon reinschauen möchte:



Nautilus Thun:

Matthias Zimmer macht auf seine Singsamstage im Nautilus, im Bälliz Thun, aufmerksam: In den jeweiligen 3 Stunden gibt es Raum, mit der eigenen Stimme zu spielen und zu merken, wie Atmen und Klingen den Kopf freier und den Körper entspannter machen. Es entsteht ein gemeinsamer Sound, bei dem niemand alleine im Vordergrund stehen muss. So wird hörbar, wie aus vielen einzelnen Stimmen etwas Grösseres und Lebendigeres entsteht, als es jede Stimme für sich könnte - und das tut gut.


Ausserdem im Nautilus: Elio Staub - 6. Juni 2026 (Eintritt frei, Kollekte)

Inspiriert von Mani Matter. Elio Staub in Thun geboren und aufgewachsen. Während seiner Gymnasialzeit entdeckte er seine Leidenschaft für Theater und Tanz. Er studierte Physical Theatre an der Accademia Teatro Dimitri und arbeitet seither in der Schweiz und Italien als freischaffender Schauspieler und Tänzer. Er trat im Kunsthaus Zürich im Rahmen der Marina-Abramović-Ausstellung auf, war beim TheaterBasel bei zwei Produktionen Gastkünstler und seine Soloperformance IN OTHER WORDS wurde an Schweizer Festivals gezeigt und derzeit ist er mit dem Jugendtheaterstück K.O. des TeatroDistinto auf Tournee.

Inspiriert von Mani Matter. Elio Staub in Thun geboren und aufgewachsen. Während seiner Gymnasialzeit entdeckte er seine Leidenschaft für Theater und Tanz. Er studierte Physical Theatre an der Accademia Teatro Dimitri und arbeitet seither in der Schweiz und Italien als freischaffender Schauspieler und Tänzer. Er trat im Kunsthaus Zürich im Rahmen der Marina-Abramović-Ausstellung auf, war beim TheaterBasel bei zwei Produktionen Gastkünstler und seine Soloperformance IN OTHER WORDS wurde an Schweizer Festivals gezeigt und derzeit ist er mit dem Jugendtheaterstück K.O. des TeatroDistinto auf Tournee.


Und für alle Reitfans,Tierliebhaber und Interessierten:


nubiz News

Aktuell sind öffentliche Kurse On- und Offline in Planung, dazu mehr im nächsten Newsletter.


Rückblick auf die nubiz weekly Beiträge vom Mai zum nachlesen:


Walt Disney wusste, wie man Kreativität und Geschäftssinn zusammen bringt (Symbolbild)
Walt Disney wusste, wie man Kreativität und Geschäftssinn zusammen bringt (Symbolbild)

Eventvorschau Juni 2026


Liebe Leserinnen und Leser, vielen Dank für euer Interesse. Meldet euch gerne hier an, wenn ihr den Newsletter monatlich automatisch zugestellt haben möchtet!


Ausserdem mache ich gerne auf unsere Community aufmerksam. Wenn das was für dich ist, dann melde dich gerne kostenlos hier an.



Nun wünsche ich dir einen erfolgreichen Juni! Bis bald,


Alexander Osterberger-Barrett

Coaching & Beratung für Startups & KMU


 
Veränderung und Anpassung sind Kernthemen für neue und bestehende Unternehmen in der Schweiz. Im aktuellen nubiz weekly Artikel wird erklärt, warum Loslassen der erste Schritt ist, um Veränderung erfolgreich zu gestalten.
Veränderung und Anpassung sind Kernthemen für neue und bestehende Unternehmen in der Schweiz. Im aktuellen nubiz weekly Artikel wird erklärt, warum Loslassen der erste Schritt ist, um Veränderung erfolgreich zu gestalten.

Wir Menschen behaupten gern, wir seien offen für Neues. Bis es ernst gilt. Dann passiert etwas Faszinierendes: Wir wünschen uns Veränderung, aber bitte ohne gross etwas zu verändern. Das ist ungefähr so, als würde man ein Fitnessabo kaufen und hoffen, dass allein die Tatsache des Kaufs zum Gewichtsverlust führt.


Das sieht man auch oft bei Schweizer Unternehmen, vom Startup bis zum etablierten KMU. Alle tragen einen unsichtbaren Rucksack voller grundlegender Annahmen mit sich herum:


"Unsere Kunden wollen das nicht."

"So funktioniert das in unserer Branche."

"Wir verstehen den Nutzen für die Kunden."

"Es gibt keinen anderen Weg."

"Bei uns ist das anders."

"Aber das war doch schon immer so."


Manche Überzeugungen waren einmal richtig, andere nie. Solange wir an alten Annahmen festhalten, können wir Neues kaum zulassen.


Das LOL²A-Prinzip von René Egli (Schweizer Betriebsökonom und Autor) beginnt deshalb bewusst mit LO = Loslassen. Egli beschreibt darin sechs Kernelemente des Loslassens:

  • Ist-Zustand akzeptieren - Widerstand erzeugt Reibung

  • Nicht urteilen - Offen sein und nicht "schubladisieren"

  • Kein Gedanke an den Weg - das Wie wird sich aus dem Was ergeben

  • Kein Kampf - locker bleiben und sich keinen Druck erzeugen

  • Keine Zielverkrampfung - nicht aufs Ziel einschiessen

  • Kein Zweifel - Vertrauen in den Prozess haben


Loslassen bedeutet in der Praxis nicht gegen die Realität kämpfen zu wollen, nicht kontrollieren zu müssen und nicht an Angst, Schuld oder Bewertung festzuhalten, sondern Vertrauen in den Prozess der Erneuerung zu entwickeln. Durch Loslassen entsteht erst der Raum, den neue Ideen brauchen.


Einfacher ausgedrückt: Wer sich mit beiden Händen an bisherige Annahmen und Handlungsweisen klammert, wird es schwer haben, die Chancen der Zukunft zu ergreifen.


Warum Veränderung im Kopf beginnt

Der Managementforscher Peter Senge beschreibt Organisationen als Systeme voller mentaler Modelle. Also Annahmen darüber, wie die Welt funktioniert. Genau hier liegt oftmals das Problem. Viele Unternehmen starten Veränderungsprojekte mit neuen Prozessen, Tools oder Strategien, aber wenn die Denkweise dieselbe bleibt, gewinnt meist das Herkömmliche.


Kennst du das vielleicht: Workshop für Innovation und danach zurück in den Alltag, als wäre nichts gewesen?


Unser Hirn liebt Bekanntes. Selbst dann, wenn Bekanntes gerade gegen die Wand fährt.


Ein paar Denkanstösse zum Thema loslassen

  • Ungeachtet des bisherigen Weges: Wenn du heute nochmals von vorne beginnen würdest, wie sähe das aus? Was wäre anders?

  • Welche Vorschriften und Anleitungen im Unternehmen braucht es heute noch?

  • Wie offen ist das Management für neue Ideen und was lässt die bestehende Organisation überhaupt zu?

  • Warum hältst du an bisherigen Annahmen fest? Welche Beweise hast du?


Warum-Fragen sind, wie ich finde, übrigens äusserst effektiv, wenn auch enorm unbequem. Denn wenn du die Antwort "das war schon immer so" oder "ist so, weil ist so" nicht tolerierst, dann wirst du gedanklich gezwungen, der Frage wirklich auf den Grund zu gehen und eine qualitativ anspruchsvollere Antwort zu finden.


Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beratungsunternehmen hält jahrelang an der Annahme fest, dass seine Kunden persönliche Beratung ausschliesslich vor Ort wollten.


Erst als jemand zu fragen wagt, ob wir das einfach glauben oder ob wir sicher sind, kommt konstruktive Dynamik auf.


Nach einigen Tests entsteht ein hybrides Beratungsmodell. Weniger Aufwand, dafür höhere Reichweite und zufriedenere Kunden.


Fazit

Loslassen ist ein aktiver Prozess, der im eigenen Kopf und bei der eigenen Einstellung beginnt und dann im positiven Fall eine konstruktive Kettenreaktion auslöst:

  • Man schafft eine offene, neutrale Ausgangslage ohne Druck

  • Dadurch entsteht Raum für die wirklich wichtigen Fragen

  • Diese Fragen können offen und unvoreingenommen betrachtet werden

  • Daraus ergeben sich sinnvolle Tests

  • Tests schaffen echte Erkenntnisse

  • Erkenntnisse ermöglichen erfolgreiche Veränderung


Wie bist du mit deinem Unternehmen oder Startup unterwegs? Hast du bereits losgelassen und einer neutralen Einschätzung Platz gegeben?


Wenn nicht, dann kannst du gerne auf mich zukommen. Ich unterstütze dich dabei, Raum für die wirklich wichtigen Fragen zu schaffen und so echte Erkenntnisse zu gewinnen, die eine erfolgreiche Veränderung ermöglichen.


Hol dir deine kostenlose Erstbeurteilung mit hilfreichen Tipps:


Melde dich unverbindlich bei mir oder buche ein kostenloses Online-Erstgespräch:


Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen nächsten Projekten!


Bis bald,


Alexander Osterberger-Barrett

nubiz Coaching & Beratung



 
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