top of page
Zeitung

Neuigkeiten aus der nubiz Küche: 

Newsletter und nubiz-weekly mit

hilfreichen Informationen!

News abonnieren

All Posts

Um die Zukunft erfolgreich zu gestalten brauchen Gründer:innen und KMU einen passenden Plan. Die Grundlage dafür ist Klarheit!
Um die Zukunft erfolgreich zu gestalten brauchen Gründer:innen und KMU einen passenden Plan. Die Grundlage dafür ist Klarheit!

Der Moment der Wahrheit

Es gibt diesen Punkt, an dem man merkt: Jetzt entscheidet sich, wie die nächsten Jahre aussehen werden. Ein neues Projekt, eine Investition, ein Produktlaunch oder der Start in die Selbstständigkeit. Alles Chancen, aber auch Verpflichtungen. Hier scheitern viele. Nicht wegen der Idee an sich, sondern aufgrund der fehlenden Klarheit.


Als Businesscoach und Berater sehe ich, wie Unternehmer:innen versuchen, zwischen Vision, Risiko und finanzieller Realität zu navigieren. Mit einer ehrlichen Bestandesaufnahme, klaren Vorgaben und einem strukturierten Vorgehen lassen sich Unsicherheiten reduzieren und Entscheidungen treffen, die wirklich tragen.


Bestandesaufnahme: Klarheit bei der Ausgangslage

Bevor ein Vorhaben beurteilt werden kann, braucht es ein ehrliches Bild der Ausgangslage. Oft fehlt hier die nötige Distanz. Denn man ist von der Idee so begeistert, dass man sich das Argumentarium zurechtlegt, das die These stützt. Das ist menschlich und normal. Doch genau hier sollte man unbedingt eine objektive Beurteilung ohne Bias (Voreingenommenheit) anstreben. Jetzt kannst du die folgenden Fragen beantworten:


a) Wie stehen wir heute finanziell da?


  • Welche Mittel sind verfügbar?

  • Welche Liquidität brauchen wir zwingend für den laufenden Betrieb?

  • Mit welchen Einnahmen und Kosten dürfen wir realistisch rechnen?

  • Wie hoch ist unsere Planungssicherheit?


Ein Liquiditätsplan (12-Monats-Vorschau der Geldein- und -ausgänge) kann dir zeigen, wie viel Spielraum du wirklich hast. Wie steht es um die Volatilität der Einnahmen und was sind die Abhängigkeiten? Je höher die Unsicherheit, desto vorsichtiger solltest du planen.


b) Wie sind wir bei den Zielkunden positioniert?


  • Wofür stehen wir heute?

  • Welche Probleme lösen wir bereits sehr gut und welche nicht?

  • Wie sehen uns die Kunden und welches echte Feedback steht zur Verfügung?

  • Welche Beweise liegen vor, die unsere Selbsteinschätzung stützen?

  • Wie wollen wir, dass uns die Kunden sehen?


Echtes Feedback hilft! Zum Beispiel Kundeninterviews mit dem Ziel, ehrliches Feedback zu erhalten. Als Gründer kann man das auch mit potenziellen Kunden machen, die ins Zielbild passen. Das liefert oft mehr Klarheit, als jede interne Diskussion und ausserdem fühlt sich der Interview-Partner wertgeschätzt und wahrgenommen!


c) Wie passt das Vorhaben in unser Zielbild?


Ein Projekt ist nur sinnvoll, wenn es sich nachhaltig lohnt und ins Bild passt!


  • Unterstützt das Vorhaben unsere langfristige Positionierung?

  • Bringt es uns zu den Kunden, die wir wirklich wollen?

  • Hilft es nachhaltig, das Bestehen des Unternehmens zu sichern?

  • Zu welchem Preis (finanzielle, operative und externe Risiken)?


Was genau wollen wir tun und was kostet es?

Viele Projekte scheitern nicht an der Idee, sondern an der Unschärfe. Deshalb hilft es, konkreter zu werden, bevor Geld fliesst.


Definiere das Vorhaben in 1-3 klaren Sätzen

Wenn du es nicht kurz und knackig erklären kannst, ist es wohl noch nicht klar genug.


Erfasse die Kosten realistisch

  • Einmalige Kosten (Setup, Material, externe Leistungen)

  • Laufende Kosten (Marketing, Personal, Betrieb)

  • Opportunitätskosten (Was fällt weg, wenn wir das tun?)


Plane 20-30 % Puffer ein. Nicht weil du schlecht kalkulierst, sondern weil die Realität selten linear verläuft.


Lohnt es sich?

In der Regel brauchst du keine 40-seitige Excel-Auswertung. Eine klare Entscheidung basiert auf drei Faktoren:


a) Ertragspotenzial


  • Welche Umsätze sind realistisch?

  • Wie schnell lassen sich diese Umsätze am Markt durchsetzen?

  • In welcher Frist erreiche ich den Break-Even / Wann zahlt sich die Investition aus?


b) Risiko


  • Was passiert, wenn es doppelt so lange dauert?

  • Was, wenn die Nachfrage tiefer ist als erwartet?

  • Welche Abhängigkeiten bestehen?


c) Strategischer Nutzen


  • Stärkt es deine Marke bzw. deine Positionierung?

  • Erhöht es die Effizienz?

  • Erschliesst es zusätzliche Zielgruppen?


Bewerte die einzelnen Punkte aus a), b) und c) ehrlich, damit du ein fundiertes Fazit ziehen kannst. Möglicherweise kannst du dein Vorhaben anpassen, um mehr Impact zu erzeugen oder zu hohe Risiken zu vermeiden.


Zukunft positiv denken und vorsichtig planen

Erfolgreiche Unternehmer:innen tun beides. Du denkst positiv, erkennst Chancen, bist mutig und ermöglichst so Wachstum. Gleichzeitig planst du vorsichtig, sicherst deine Liquidität, begrenzt Risiken und kalkulierst mit einem grosszügigen Puffer.


Hier hilft Szenariendenken:

  • Best Case: Alles läuft optimal

  • Real Case: Das sehen wir als realistisch an, wenn wir ehrlich sind

  • Worst Case: Wir kalkulieren mit ein, was schieflaufen kann


Wenn du im Worst-Case überlebst und im Real Case profitierst, dann ist das Projekt tragfähig.


Wie du den grösstmöglichen Erfolg erzielst


Fokus

Nicht alles gleichzeitig. Ein Projekt, sauber umgesetzt, bringt mehr als fünf halbfertige Ideen.


Früh testen, schnell lernen

Bevor du viel investierst, solltest du potenzielle Ergebnisse auf einfache Art und Weise testen und aus den Resultaten lernen (Feedback, Prototyp, MVP).


Neutrale Aussensicht

Unternehmer:innen sind oft zu nah am eigenen Thema. Ein geschulter neutraler Blick von aussen hilft, blinde Flecken aufzudecken, Risiken oder gar ungenutzte Chancen zu erkennen.


Klarheit ist kein Luxus, sondern eine echte Grundlage für nachhaltigen Erfolg

Ob Gründer:in oder KMU: Zukunft planen bedeutet, bewusst zu entscheiden, wofür du Zeit, Energie und Geld einsetzt. Mit einer klaren Bestandesaufnahme, einer strukturierten Bewertung und einer vorsichtigen Planung schaffst du die Basis für Projekte, die wirklich tragfähig und somit erfolgsversprechend sind.


Kostenlose Ersteinschätzung

Wenn du ein Vorhaben planst - ein Projekt, eine Investition oder den Start in die Selbstständigkeit - und wissen möchtest, ob es sich lohnt, biete ich dir eine kostenlose und unverbindliche Ersteinschätzung an als Grundlage für dein weiteres Vorgehen:


Links zum passenden Formular:


Alternativ kannst du dich gerne telefonisch oder per E-Mail bei mir melden, um zum Beispiel ein kostenloses Erstgespräch zu vereinbaren oder mehr zu erfahren:


Finde heraus, wie du deine Zukunft mit Klarheit, Struktur und Zuversicht gestalten kannst.


Ich wünsche dir eine erfolgreiche Woche und freue mich auf deine Fragen und Anliegen. Alle Informationen werden selbstverständlich vertraulich behandelt.


Alex Osterberger-Barrett

Businesscoach nubiz.ch


Newsletter abonnieren (1x Monatlich - mit Rückblick auf nubiz weekly Beiträge)


 
Willkommen zum März Newsletter mit dem Spezialthema: "Raus aus der Stagnation" - für Gründer:innen, Startups und KMU, die mehr wollen, als nur "irgendwie weitermachen".
Willkommen zum März Newsletter mit dem Spezialthema: "Raus aus der Stagnation" - für Gründer:innen, Startups und KMU, die mehr wollen, als nur "irgendwie weitermachen".

"Wie läuft's mit deinem Business?" Oft lautet die Antwort etwas zögernd: "Ja, es läuft" - und in deinem Kopf fügst du an: "...aber noch nicht ganz so, wie ich mir das vorstelle". Du arbeitest hart, aber der Fortschritt lässt auf sich warten. Dieses Gefühl ist im Unternehmertum weit verbreitet, insbesondere in den Startjahren! Du willst kein Hamsterrad. Du willst erfolgreich sein, Wachstum erzielen und dabei deine Ressourcen schonen, damit es auch nachhaltig funktioniert. Du willst deine Selbstständigkeit sinnstiftend und erfüllend gestalten. Um dieses Thema dreht sich der heutige Leitartikel und daneben gibt's natürlich wie immer die News, Eventanzeigen und heute exklusiv noch ein paar Insights vom Osterhasen. Das erwartet dich in der heutigen Ausgabe:


  • Leitartikel: Raus aus der Stagnation und echten Fortschritt erzielen

  • News aus der nubiz Küche

  • News aus der Community

  • Events im April

  • Funfact: Die Geschichte des Osterhasen


Raus aus der Stagnation und echten Fortschritt erzielen

Seit Ende 2025 gibt es in vielen Regionen Hinweise auf eine Eintrübung des Geschäftsklimas bei den KMU. Economiesuisse erwartet für 2026 nur rund 1 - 1.5 % Wachstum, was auch vom SECO und vom KOF als unterdurchschnittlich bestätigt wird. Unsicherheit und ein zähes Marktumfeld sorgen für eine gedämpfte Nachfrage. Kurz gesagt: Viele Unternehmen spüren den Gegenwind gerade sehr direkt. Dazu kommen spezifische betriebsinterne Probleme und Erwartungen, die sich nicht erfüllen.


Reaktion statt Plan

Während der Alltag dich nicht los lässt, siehst du dich gezwungen Massnahmen umzusetzen. Meiner Erfahrung nach passiert das aber oft zu schnell und ohne einen Plan für das Grosse und Ganze. Innehalten, Abstand nehmen und ein neutraler Blick helfen, die Situation besser einzuschätzen. Leider wissen KMU oft gar nicht genau, wo sie aktuell gerade stehen. Ohne klares Bild der eigenen Zahlen, tappt man im Dunkeln und verlässt sich auf das "Bauchgefühl". Oft fehlt auch eine Strategie oder zum Beispiel gerade bei Startups und neugegründeten Unternehmen die Flexibilität, gewisse Annahmen loszulassen, die aktuelle Situation neu zu bewerten und die Strategie entsprechend anzupassen.


Stagnation überwinden bedeutet: Das Richtige tun!

Stagnation überwinden heisst nicht, man muss einfach mehr tun. Echten Fortschritt erreicht man nachhaltig, wenn man das Richtige tut. Für mich bedeutet das:


  1. Ehrliche Bestandesaufnahme

  2. Handlungsfelder ermitteln

  3. Strategie definieren

  4. Aktion mit Fokus auf die grösste Hebelwirkung (80/20-Regel)

  5. Laufendes Controlling anhand geeigneter Kennzahlen und Entwicklung der Liquidität (Liquidität ist für Unternehmer:innen die Luft zum atmen!)


Du möchtest eine kostenlose Ersteinschätzung von aussen?

Hol dir gerne eine individuelle kostenlose Erteinschätzung mit Tipps über folgenden Link: Kostenlose Ersteinschätzung mit Tipps innert 48h


Für KMU wie auch für Neu-Unternehmer und Startups: Die Informationen werden selbstverständlich vertraulich behandelt.


News aus der nubiz Küche


Finanzierungsberatung

Vermehrt werde ich seitens Unternehmer:innen, aber auch von Privatpersonen in Bezug auf optimale Finanzierungsmöglichkeiten angefragt. Meistens handelt es sich dabei bisher um Liegenschaftsfinanzierungen - vom Einfamilienhaus über das Gewerbe bis zu grösseren Bauprojekten. Meiner Erfahrung nach, gibt es hier oft grössere Schwierigkeiten, bei Banken ein optimales Angebot zu erhalten.


Das liegt in der Regel weder am positiven Willen der Bank oder des Antragstellers, jedoch vielmehr an folgenden 2 Gründen:

  1. Die Antragsteller liefern vorhandene Unterlagen und Informationen nicht optimal angepasst an die Bedürfnisse der Bank.

  2. Die Bank prüft die Unterlagen und Informationen zurückhaltend und vorsichtig, damit keine unnötigen Risiken und damit im Worstcase Verluste eingefahren werden.


Als Bankfachexperte, langjähriger Kreditspezialist und Geschäftskundenberater bei unterschiedlichen Banken kenne ich die Schwierigkeiten genau und helfe meinen Kundinnen und Kunden als neutraler Berater gerne bei der Antragsstellung oder bei der Finanzierungsstrategie weiter. Es ist überraschend, wie "einfach" Lücken geschlossen werden können und dadurch eine bessere Bankbewertung erfolgen kann, was sich selbstredend auch auf die Konditionen auswirkt.


Kontaktiert mich einfach unverbindlich, wenn ihr mehr darüber erfahren wollt: Kontaktmöglichkeiten


Rückblick auf die nubiz weekly Themen des Monats


Zum nachlesen:

News aus der Community


Wir sind Leiterinnen und Lehrerinnen für Taiji & Qi Gong aus der Region Thun und Bern und organisieren einen Flash Mob zu diesem Tag. Es ist eine Einladung zum Mitmachen, Dabeisein und soll helfen Taiji und Qi Gong sichtbarer zu machen.


Eventvorschau April



Funfact: Die Geschichte des Osterhasen


Vor dem Christentum standen in vielen Kulturen Hase und Ei für Fruchtbarkeit, Neubeginn und Frühling und der Hase war Symbol für Lebensenergie. Das Christentum übernahm viele Frühlingsymbole und verband sie mit der Auferstehung Jesu. Das Ei wurde zum Symbol für das leere Grab und neues Leben. Der Hase war allerdings noch nicht Teil des Osterfestes.


1572 taucht erstmals ein Text aus Heidelberg auf, der erwähnt, dass Kinder glauben, ein Hase bringe die Eier. In deutschsprachigen Regionen entstand im 16. - 17. Jahrhundert der Brauch, dass ein Hase Ostereier bringt. Kinder bauten Nester, in die der Hase die Eier legen sollte. Damals setzte sich der Hase gegen andere regionale "Eierbringer" durch, wie z.B. Fuchs, Kuckuck und Storch). Deutsche Auswanderer verbreiteten anschliessend diesen Brauch. Der Brauch war ursprünglich also regional, nicht kirchlich und von Kindern getragen.


Im 19. Jahrhundert konnte mit neuen Techniken (Hohlformen etc.) Schokoladenfiguren massenhaft produziert werden. Der Hase war das perfekte Motiv: niedlich, saisonal und emotional aufgeladen. Die ersten Schoko-Osterhasen tauchem um 1850 - 1900 in Deutschland und der Schweiz auf. Im 20. und 21. Jahrhundert erfolgte dann dank Marketing der Massenkonsum.


Warum der Hase Eier bringt bleibt der Kern des Rätsels. Es hatte damals womöglich mit der Fastenzeit und mit den vielen Eiern nach Ostern zu tun, dazu kam vielleicht, dass früher Eier oft im Hof oder Garten versteckt wurden, um sie vor Dieben zu schützen und Kinder fanden sie und machten daraus ein Spiel.


Wer mehr weiss, kann gerne in den Kommentaren aufklären.



Und wer jetzt noch lustig findet, dass ich Osterberger heisse, dem kann ich sagen, dass das nun eigentlich gar nichts mit Ostern zu tun hat, sondern viel mehr geografisch gemeint ist, nämlich im Osten des Berges. Das hat allerdings nicht vermieden, dass ich während der Schulzeit oft "Osterhase" genannt wurde. So läuft das halt :).


Ich wünsche euch frohe Ostern! Bis bald.


Alexander Osterberger

Businesscoach




 
Summita's Zeltsauna wird in Thun produziert und ist ein Musterbeispiel für Swissness
Summita's Zeltsauna wird in Thun produziert und ist ein Musterbeispiel für Swissness

Das Schweizer Kreuz ist weltweit eines der stärksten Qualitätssignale. Doch was steckt wirklich dahinter? Und wie lebt ein kleines Startup aus Thun dieses Versprechen in einem Produkt, das du vielleicht noch nicht kennst?


Ein kühler Abend, der Duft von Holz, heisser Dampf, Stille und du mittendrin


Stell dir vor, es ist Freitagabend, draussen im Garten ist es frisch, doch in wenigen Minuten hüllt dich die wohlige Saunawärme ein - ohne fixe Installation, ohne Umbaukosten, ohne Baubewilligung und ohne Kompromisse bei der Qualität! Klingt illusorisch? Falsch gedacht. Genau diesen Widerspruch von höchstem Anspruch und maximaler Flexibilität löst ein junges Schweizer Startup aus dem Berner Oberland. Doch bevor wir dazu kommen, lohnt es sich, einen Schritt zurückzutreten und zu verstehen, was das Wort "Swissness" überhaupt bedeutet.


Was bedeutet "Swissness" und wer darf damit werben?


Das Schweizer Recht ist in dieser Frage bemerkenswert präzise. Seit der Revision des Markenschutzgesetzes im Jahr 2017 gelten strenge Kriterien dafür, wann ein Produkt das Schweizer Kreuz oder den Schriftzug "Swiss Made" tragen darf.


Für Industrieprodukte galt bisher: Mindestens 60 % der Herstellungskosten müssen in der Schweiz anfallen und der wesentliche Fertigungsschritt muss hierzulande stattfinden (Aktuell wird dies aufgrund der ON Debatte wohl etwas aufgeweicht, so dass die Entwicklung des Produktes in der Schweiz unter Umständen ausreichen kann). Bei Lebensmitteln und Naturprodukten sind die Anforderungen noch strikter. Das Swiss Institute of Intellectual Property (IGE) ist unter anderem zuständig für Beratung und Auslegung der Swissness-Regeln. Verstösse können teuer werden!


Produzieren in der Schweiz: Eine Herausforderung und deshalb eine sehr bewusste Entscheidung


Wer in der Schweiz produziert, kämpft täglich gegen eine unbequeme Wahrheit: Die Kosten sind schlicht auf einem anderen Niveau als in anderen Ländern. Löhne, Mieten, Energie, Rohstoffe - alles teurer. Ein Arbeitnehmer in der Schweizer Produktion kostet ein Vielfaches von dem, was für vergleichbare Arbeit andernorts anfallen würde. Trotzdem entscheiden sich mutige Unternehmerinnen und Unternehmer immer wieder dafür. Warum? Weil die Schweiz nicht nur ein Produktionsstandort ist, sondern ein Ökosystem aus Präzision, Verlässlichkeit und hohem Entwickler-, Bau- und Handwerksstolz. Weil "Swiss Made" global Türen öffnet, die für andere geschlossen bleiben und es innerhalb der Schweiz als Gütesiegel verstanden wird, das man stolz behütet. Und weil die Nähe zum anspruchsvollsten Kundenstamm der Welt, dem Schweizer Markt, ein permanenter Antreiber für Qualität ist.


Schweizer Kunden verzeihen wenig. Sie haben zurecht hohe Erwartungen an Langlebigkeit, Verarbeitung und Funktionalität sowie an Design und Service. Wer in der Schweiz produziert, trainiert täglich auf diesem Niveau. Das spürt man auch im Endprodukt.


Die grossen Vorbilder und was Schweizer Marken so besonders macht


Die Liste der Schweizer Weltmarken liest sich wei ein Who's who des globalen Qualitätshandwerks. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie haben nie den einfachen Weg gewählt:

  • Rolex und die Schweizer Uhrenindustrie stehe für Präzision und Status. Hinter jedem Uhrwerk stecken auch etliche Handgriffe, die sich nicht automatisieren lassen und genau das ist der Punkt.

  • Victorinox produziert seit über 130 Jahren im Kanton Schwyz. Das Schweizermesser ist in über 100 Ländern erhältlich und kein Billigprodukt hat je das Original verdrängt.

  • Mammut beweist: Auch im Outdoor-Segement funktioniert Swissness als globales Qualitätsmerkmal.


Hier möchte ich zudem all die KMU erwähnen, die oft Weltmarktführer in einer kleinen, aber sehr wichtigen Nische sind. Typisch Schweiz!


Der gemeinsame Nenner: Sie kennen ihre Kundinnen und Kunden. Sie wissen, dass der Schweizer Markt gnadenlos ist und sie haben diesen Druck in eine Tugend verwandelt. Das Resultat sind Produkte, die nicht nur funktionieren, sondern weltweit als Referenz gelten.


Die unbequeme Realität: Konkurrenz aus Billigproduktionsländern


Wer ehrlich ist, muss auch diesen Teil der Geschichte erzählen. Auf Plattformen wie Amazon, Alibaba oder in grossen Online-Shops tummeln sich Produkte, die auf den ersten Blick identisch wirken und vielfach deutlich günstiger sind im Preis. Oft gilt hier jedoch, dass die Herstellung unter ungeklärten Bedingungen erfolgt, oft mit Materialien aus unbekannter Herkunft und häufig auch in wenig überzeugender Qualität, was die Langlebigkeit angeht. Ein Markt mit aggressiven Rabatten und beschränkter Transparenz.


Der Preisvergleich ist verführerisch. Doch er blendet aus, was dahintersteckt: Die echten Kosten verlagern sich letztendlich zum Leidwesen der Umwelt und der Nachhaltigkeit in jedem Bereich.


Für Schweizer Hersteller ist diese Konkurrenz bedrohlich. Der Weg führt hier über echte Qualität, Transparenz, Flexibilität und das Vertrauen ihrer Kundschaft. Das macht ihren Mut umso bemerkenswerter in einer immer schnellerlebigen Welt.


Echte Swissness in der Praxis: Summita.ch, die Thuner Manufaktur für hochwertige Saunazelte


Damit kommen wir zu einem Beispiel, das ich persönlich kenne und mich begeistert, denn es verkörpert alles, wovon bisher die Rede war.


Michael Beyer und sein Team haben in Thun etwas aufgebaut, das es so nicht gab:

ein Startup, das Saunazelte von höchster Qualität selber entwickelt und mit viel präziser Handarbeit in einer eigenen Manufaktur näht. Eine Zeltsauna ist eine vollwertige Alternative zur fixen Sauna, draussen an der frischen Luft aber unmittelbar erreichbar und rasch aufstellbar im Garten, auf der Terrasse, am See. Ohne Baubewilligung. Ohne Fixinstallation. Ohne Kompromisse.


Was auf den ersten Blick nach einer romantischen Entscheidung klingt, ist in Wirklichkeit das Ergebnis hoher Qualitätsanforderungen. Die Zelte werden nicht unter unbekannten Bedingungen irgendwo auf der Welt produziert und dann mit einem Schweizer Label versehen. Sie entstehen Naht für Naht in Thun, weil das Team die hohen Ansprüche an eine Sauna kennt und lebt. Sie sind die grössten Fans ihres eigenen Produktes und das ist ein sehr positives Signal für alle, die Qualität suchen.


Eigene Strapazierungstests bilden dabei die Grundlage für Designentscheide. Was hält extremen Temperaturschwankungen stand? Welche Materialien eignen sich und können wir unsere Entscheidungen jederzeit moralisch vertreten? Diese Fragen werden intern gestellt und intern beantwortet, bevor ein Produkt die Manufaktur verlässt.


Lokale Partner, Schweizer Holz, gelebte Überzeugung


Was Summita.ch besonders macht, ist die konsequente Entscheidung für lokale Partnerschaften. Jeder Zulieferer wird sorgfältig ausgewählt nach Qualität, Zuverlässigkeit und Nähe. Das Holz für die Liegeelemente? Aus der Schweiz! Die Näharbeiten? Im eigenen Betrieb. Die Überzeugung, dass ein starkes Produkt einen ehrlichen Weg verdient, zieht sich durch das gesamte Unternehmen.


Und das Team ist kein neutraler Produzent. Michael und seine Mitstreiterinnen sind selbst begeisterte Sauna-Fans. Sie kennen die Wirkung, die regelmässiges Saunieren auf Körper und Geist hat. Dieses Wissen um den eigenen Anspruch fliesst direkt ins Produkt mit ein - und das spürt man.


Ein Plädoyer: Unterstützen wir die, die den schwierigen Weg gehen, es lohnt sich!


Summita.ch ist kein Einzelfall, aber es ist ein Paradebeispiel. Es zeigt, wie verletzlich diese Art von Unternehmertum ist. Denn während das Team in Thun näht, testet und perfektioniert, kommen und gehen Konkurrenzprodukte, verlagern sich Interessen und echte Werte gehen im lauten Marktrauschen unter.


Als Konsumenten haben wir mehr Macht, als wir oft glauben. Jede Kaufentscheidung ist eine Abstimmung für oder gegen lokale Wertschöpfung. Diese Entscheidung sollten wir gerade wegen des lauten Marktrauschens jeweils möglichst bewusst fällen.


Echte Swissness ist keine Herkunftsangabe, es ist eine Haltung


Es bedeutet mehr als "hergestellt in der Schweiz". Es ist das Ergebnis eines bewussten Entscheids, bei dem höhere Herstellungskosten in Kauf genommen werden, oft strengere Standards gelten sowie für den direkten Dialog mit anspruchsvollen Kundinnen und Kunden. Es ist die Bereitschaft, den schwierigen Weg zu gehen, weil man überzeugt ist, dass Qualität und echte Werte sich langfristig durchsetzen.


Ich persönlich wünsche mir eine Welt, in der wir als Konsumenten der Schnelllebigkeit vermehrt kritischer begegnen und Entscheide bewusster fällen für eine nachhaltige Entwicklung. Es lohnt sich, davon bin ich überzeugt!


Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und eine erfolgreiche Woche! Falls ihr diesen Artikel mögt, könnt ihr ihn gerne teilen und euch für den Newsletter anmelden:


Ihr könnt euch auch gerne bei mir melden, wenn ihr den Dialog sucht oder einfach einen Kommentar hinterlassen, wenn ihr etwas Wichtiges ergänzen möchtet.


Alexander Osterberger-Barrett

Businesscoach nubiz.ch








 
bottom of page