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Das ist statistisch erwiesen. Aber was können wir daraus lernen?
Das ist statistisch erwiesen. Aber was können wir daraus lernen?

Die Schweiz gilt als eines der stabilsten Wirtschaftssysteme der Welt. Trotzdem zeigt die aktuellste Unternehmensdemografie des Bundesamts für Statistik: Nur 50.7 % der Unternehmen, die 2018 gegründet wurden, waren 2023 noch aktiv (Datenstand 1. Dezember 2025):



Wie man sieht, sind die Überlebensraten auch in den Vorjahren ungefähr im selben Bereich. Das bedeutet, jede zweite Firma verschwindet nach 5 Jahren. Oft leise, manchmal abrupt. Doch warum passiert das? Wir können sicherlich davon ausgehen, dass keines der gescheiterten Unternehmen mit diesem Resultat geplant hat. Und was können Gründer:innen und Jungunternehmen daraus lernen? Lässt sich die Überlebensrate nicht verbessern? Mit diesen Fragen befasst sich der aktuelle nubiz Artikel - Viel Spass bei der Lektüre.


Die harten Fakten


Die Zahlen sind eindeutig:

83.7 % überleben das erste Jahr, 70.3 % sind nach dem zweiten Jahr noch aktiv und nach 5 Jahren sind es noch 50.7 %.


Besonders gefährdet ist der Bereich Gastgewerbe & Beherbergung mit nur 38 % Überlebensrate nach 5 Jahren. Der stabilste Bereich ist Gesundheit & Soziales mit

63.1 % Überlebensrate im selben Zeitraum.


Solopreneure haben übrigens die niedrigste Üerlebensrate. Die Überlebenschancen steigen markant, sobald 2 oder mehr Beschäftigte im Unternehmen tätig sind (9+ %).


Im deutschsprachigen Raum schneiden Zürich (52.3 %) und die Nordwestschweiz (53.6 %) besser ab als die übrigen Regionen, die sich zwischen 48.7 % - 49.9 % einreihen.


Aber warum scheitern so viele Unternehmen?


Ich hatte einige starke Vermutungen aus eigener Erfahrung, habe aber für diesen Artikeln nach belastbaren Daten und Informationen gesucht. Das Ziel: Die Frage zu beantworten, warum ca. die Hälfte aller Unternehmen nach 5 Jahren scheitern.


Aus den Statistiken ist ersichtlich, dass die Überlebensraten über einen langen Zeitraum relativ konstant in den selben Bereichen liegen. Daraus lässt sich ableiten, dass es sich um Gründe handeln muss, die über lange Zeit bestand haben, sich wiederholen, aber scheinbar nicht einfach aus der Welt zu schaffen sind, denn sonst würden sich die Überlebensraten ja verbessern.


Gemäss einer Untersuchung des ZBW Leibniz-Informationszentrum für Wirtschaft, wurden die Ursachen für das Scheitern junger Unternehmen in den ersten fünf Jahren ihres Bestehens untersucht. Die Untersuchung ist schon ein paar Jahre her, allerdings gehe ich davon aus, dass sich die Ursachen seit 2010 kaum verändert haben. Die Untersuchung basiert auf tausenden Unternehmen in Deutschland und die Erkenntnisse lassen sich auch auf die Schweiz übertragen, wie andere Untersuchungen und Berichte im Inland dies nahe legen. Der ZBW Bericht befasst sich am präzisesten mit der zugrundeliegenden Fragestellung.


Das sind die 5 Hauptgründe für frühes scheitern


  • Fehlende Liquidität: Zu wenig Startkapital und vor allem zu wenig finanzielle Reserven für Rückschläge, Forderungsausfälle und schwächere Monate.

  • Falsche strategische Entscheidungen: Zu starke Abhängigkeit von einzelnen Kunden, zu enger Zielmarkt, zu kurzer Planungshorizont, Fehlinvestitionen, zu schnelles Wachstum oder nicht kostendeckende Preise.

  • Fehlende betriebswirtschaftliche Führung: Schwächen bei Controlling, Kostenplanung, Unternehmenssteuerrung und kaufmännischem Wissen.

  • Absatz- und Marktprobleme: Auftragsrückgänge, zu wenig Kunden, mangelnde Marktkenntnis, unpassendes Angebot oder zu schwaches Marketing.

  • Unerwartete Belastungen: Forderungsausfälle, steigende Kosten, Wettbewerbsdruck, Personalprobleme und andere Ereignisse. Besonders gefährlich wurden diese bei zu geringen finanziellen Reserven.


Ein Sonderfall sind Gründerteams: Bei mehr als einem Drittel der ehemals teamgeführten Unternehmen war Uneinigkeit in der Geschäftsführung ein wichtiger Krisenfaktor.


Die wichtigsten Erkenntnisse


Nicht die Geschäftsidee allein entscheidet. Rund 70 % der geschlossenen Unternehmen hatten zumindest zeitweise die Gewinnschwelle erreicht. Scheitern bedeutet also nicht automatisch, dass die ursprüngliche Idee schlecht war.


Interessant: Nur ca. 15 % aller Schliessungen junger Unternehmen erfolgen über ein Insolvenzverfahren. Ca. 40 % schliessen freiwillig aus persönlichen Gründen (z.B. Erwartungen werden nicht erfüllt oder Stress) und der Rest erfolgt durch eine geordnete wirtschaftliche Liquidation ohne Insolvenz.


Liquidität ist wichtiger als Gewinn. Ein Unternehmen kann grundsätzlich profitabel sein und trotzdem scheitern, wenn kurzfristig das Geld fehlt. Genau diese Unterkapitalisierung bezeichnet die Studie als den bedeutendsten Ursachenbereich.


Viele Probleme sind vermeidbar. Die Studie stellt fest, dass ein grosser Teil der Absatzprobleme mit Angebot, Kundenstruktur, Marktkenntnis und Marketing zusammenhängt und damit zumindest zeilweise im Einflussbereich des Unternehmens liegt.


Wachstum kann gefährlich werden. Besonders schnell wachsende Unternehmen können Flexibilität verlieren. Die insolvent gewordenen Unternehmen waren im Median deutlich grösser als andere geschlossene Unternehmen.


Krisen werden oft zu spät bekämpft. Zwischen den ersten Krisensignalen und dem Marktaustritt lagen im Median nur etwa drei Monate. Gleichzeitig scheiterten viele Gegenmassnahmen daran, dass das Geld für ihre Umsetzung fehlte.


Die wichtigsten Lehren für neue Unternehmen


Kurz gesagt:

  • Genügend Kapital einplanen - inklusive Sicherheitsreserve.

  • Nicht nur Umsatz planen, sondern jeden Monat Liquidität und Cashflow überwachen.

  • Preise konsequent kostendeckend kalkulieren.

  • Nicht von einzelnen Kunden abhängig werden.

  • Zielgruppe und Markt regelmässig überprüfen.

  • Wachstum kontrolliert statt um jeden Preis vorantreiben.

  • Frühzeitig Controlling und betriebswirtschaftliche Kompetenz aufbauen.

  • Krisensignale nicht schönreden, sondern sofort handeln.

  • Forderungsausfälle und unerwartete Kosten finanziell einkalkulieren.

  • Bei mehreren Gründern Rollen, Entscheidungsrechte und Konfliktregeln von Anfang an klären.


Der Bericht lässt sich als Quintessenz auf einen einfachen Satz verdichten:

Ein junges Unternehmen scheitert häufig nicht an einer einzigen schlechten Entscheidung, sondern daran, dass mehrere Schwächen gleichzeitig auftreten und das Unternehmen finanziell keine Luft mehr hat. Für mich ist klar, dass man dem mit einer geeigneten Organisation und wirksamen Controlling entgegenwirken kann.


Besonders auffällig ist die Kombination aus "zu wenig Liquidität + falsche strategische Entscheidungen + mangelndes Controlling". Genau dort entsteht laut Studie häufig die gefährliche Sprilale, aus der ein junges Unternehmen nicht mehr herauskommt.


Für Gründer:innen würde ich daraus z.B. folgende Faktoren als Frühwarnindikatoren überwachen:

  • Liquiditätsreichweite

  • Tatsächliche Deckungsbeiträge

  • Abhängigkeiten


Generell lohnt es sich, frühzeitig professionelle Hilfe zu suchen und eine externe Sicht als Entscheidungsgrundlage einzuholen.


Ich persönlich weiss, dass junge und kleine Unternehmen in der Regel kein grosses Budget für externe Beratung haben. Deshalb habe ich mein Angebot so eingerichet, dass junge und kleine Unternehmen von Anfang an optimal profitieren.


Als ehemaliger Bankberater für Unternehmen, langjähriger Analyst für kommerzielle Kreditanträge und eigener aktiver Zeit in Startup- und Fintech-Unternehmen kenne ich die Risiken und Stolpersteine in der Startphase und verfüge über breite Branchenkenntnisse mit grosser Erfahrung in der Finanz- und Businessplanung. Die im Bericht beschriebenen Risikofaktoren erstaunen mich somit nicht. Vielmehr motivieren sie mich, junge Unternehmer:innen in der Startphase zu unterstützen um existenzbedrohende Risiken besser zu steuern.


Wenn du Interesse an einer professionellen externen Sicht hast, dann kontaktiere mich. Auch bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.


Vereinbare ein kostenloses Online-Erstgespräch.

Melde dich jederzeit unverbindlich bei Fragen und Anliegen.


Herzlich,


Alexander Osterberger-Barrett

nubiz Coaching & Beratung



FYI Hier findest du den ganzen ZBW Bericht








 
Denkst du, deine Idee ist grosses Kino? Oder bist du dir da nicht so sicher?
Denkst du, deine Idee ist grosses Kino? Oder bist du dir da nicht so sicher?

Es gibt zwei Extreme. Die eine Gruppe von Menschen hat eine Idee und geht damit sofort mutig voran. Die andere Gruppe von Menschen hat eine Idee und denkt sich: "Klingt eigentlich gut, aber das werde ich kaum umsetzen können." Beide Denkweisen sind nachvollziehbar. Aber beide sind im Risiko. Die eine Gruppe verpasst vielleicht eine kritische Frage auf ihrem Weg und die andere verschenkt möglicherweise eine riesige Chance, weil sie die Idee einfach wieder begräbt. Als Berater für Gründer:innen, Startups und Jungunternehmen habe ich deshalb einen Check entwickelt, mit dem du deine Idee selbst überprüfen kannst. Damit gewinnst du Sicherheit und vermeidest von vornherein grössere Fehlentscheidungen.


Der nubiz-5er-Check


Aus meiner Erfahrung weiss ich, den meisten Ideen fehlt es an Klarheit und Präzision. Du verliebst dich in deinen Geistesblitz. Du gibst ihm einen Namen, erzählst Freunden von der Idee und spielst gedanklich schon deinen künftigen TED-Talk durch. Aber die Welt ist voller grossartiger Ideen und es gibt fast so viele gescheiterte Versuche, sie umzusetzen.


Darum braucht es einen nüchternen, aber motivierenden Reality-Check. Einen Potenzialtest, der nicht zerstört, sondern stärkt. Einen Test, der auch Selbstzweiflern und zurückhaltenden Menschen zeigt, ob eine Idee wirklich das Zeug hat, am Markt zu bestehen, und zwar bevor man viel Zeit, Geld und Nerven investiert hat.


Dafür habe ich den 5-er-Check entwickelt, der dir Schritt für Schritt mehr Aufschluss gibt und am Ende die Entscheidung zulässt, ob du in die Idee investieren willst oder ob du sie getrost fallen lassen kannst.


Step 1 - Klarheit schaffen


Wenn du deine Idee nicht klar erklären kannst, wird sie später auch niemand kaufen. Der Pitch-Satz hilft dir, die Essenz deiner Idee herauszuarbeiten:


Wir helfen [Zielgruppe], [Problem oder Bedürfnis] zu lösen bzw. zu stillen, indem wir [Lösung] anbieten, was für Kunden [Nutzen] bedeutet und wir verdienen durch [Erlösmodell] Geld damit.


Kannst du deine Idee sinngemäss nach diesem Schema ausformulieren, so dass alle roten Platzhalter beschrieben sind? Ja - dann bist du ready für Step 2.


Step 2 - Plausibilisierung


Nun wird es etwas ungemütlicher. Anhand dieser Checkliste stellst du dir relevante Fragen und präzisierst mit ehrlichen Antworten damit deinen Pitch-Satz aus Step 1:


nubiz Checkliste Potenzialbeurteilung Geschäftsidee

Versuche nicht, alles allen anbieten zu wollen. Je mehr du dich auf eine klar umschriebene Zielgruppe konzentrieren kannst, desto einfacher wird es, deine Geschäftsidee weiterzuentwickeln.


Sobald du die Checkliste sorgfältig durchgearbeitet und dein Angebot entsprechend präzisiert hast, kannst du mit Schritt 3 weiterfahren.


Step 3 - Dein Mini-Businessplan


Mit dem Lean Canvas kannst du auf einer Seite die wichtigsten Bausteine deines Business-Konzepts beschreiben. Einfach, schnell und wirkungsvoll erhältst du so Übersicht, wie dein Geschäft funktionieren könnte. Du kannst den Lean-Canvas als Word-Vorlage mit PDF Anleitung kostenlos HIER herunterladen.


Was mit den einzelnen Boxen im Detail gemeint ist, erfährst du im kostenlosen Download
Was mit den einzelnen Boxen im Detail gemeint ist, erfährst du im kostenlosen Download

Mit dem Lean Canvas kannst du beschreiben, für wen (Kundensegmente oder Zielgruppe) du mit welcher Lösung welches Problem löst, über welche Kanäle du dein Angebot vertreibst, was dich von der Konkurrenz abhebt und welchen grundsätzlichen Vorteil du hast, den andere nicht haben. Du kannst dir Überlegungen anstellen, wie du deinen Erfolg mit praktikablen Kennzahlen messen kannst, mit welchen Kosten du rechnen musst und wie du diese mit Einnahmen decken kannst.


Mit dieser Übersicht siehst du auf einen Blick, wie und warum dein Konzept aufgehen sollte oder wo du dir noch genauere Überlegungen machen musst. Done? Dann geht's jetzt weiter zu Step 4.


Step 4 - Die Fakten und Thesen Analyse


Im vierten Schritt geht es darum, Fakten von Thesen zu unterscheiden. Fakten sind bewiesene Tatsachen, während Thesen Annahmen sind, die es noch zu beweisen gilt. Je mehr Fakten, desto sicherer. Je mehr Thesen, desto mehr musst du noch beweisen können. Dazu nimmst du dir ein Blatt Papier oder machst dir eine kleine Aufstellung mit 2 Spalten und schreibst deine Fakten und Thesen auf, indem du deine bisherige Arbeit darauf untersuchst. Bei einem lokalen Anbieter für eine vegane Lachsalternative könnte das stark vereinfacht wie folgt ausschauen:


Während für Fakten Beweise vorliegen, sind Thesen mehr oder weniger fundierte Annahmen, die es noch zu beweisen gilt.
Während für Fakten Beweise vorliegen, sind Thesen mehr oder weniger fundierte Annahmen, die es noch zu beweisen gilt.

Viele Menschen machen sich dazu leider zu wenig Gedanken und verwechseln Thesen mit Fakten. Genau deshalb lohnt es sich, hier präziser hinzuschauen. Damit erreichst du noch mehr Klarheit und eine bessere Entscheidungsgrundlage. Alles klar? Dann gehen wir jetzt zu Schritt 5 und schließen die Übung ab.


Step 5 - Die rosarote Brille ablegen


Es gibt einen Fachausdruck, der heisst "Confirmation Bias". Er beschreibt das Verhalten, wenn man zur Verteidigung der eigenen Idee unbewusst nach Infos und Belegen sucht, welche die Idee untermauern und dabei Warnsignale ignoriert.


Wir sind halt einfach nur Menschen und dieses Verhalten ist ganz normal.


Du kannst dein Hirn aber mit einem kleinen Gedankenspiel austricksen. Gehe nun einmal ganz neutral von folgendem negativen Szenario aus:

"Es ist zwei Jahre später und deine Geschäftsidee ist gescheitert. Überlege dir nun, welches die Gründe dafür sein könnten, dass es mit deiner Idee leider nicht geklappt hat und schreibe diese Punkte auf."


Dank dem anderen Hut nimmst du spielerisch eine unbefangenere Position ein und bist so in der Lage, Schwachstellen aufzudecken, an die du vorher aufgrund des "Confirmation Bias" gar nicht gedacht hast. Done? Dann hast du jetzt vielleicht noch ein paar kritische Punkte gefunden. Aber hey, besser jetzt als später! Denn jetzt kannst du noch richtig damit umgehen. Auf geht's zur Auswertung.


Die Auswertung


Für mich definiert sich eine gute Geschäftsidee als ein System aus mehrheitlich positiven Annahmen, die getestet werden müssen. Schau zurück auf die 5 Schritte und bewerte das Potenzial deiner Geschäftsidee erneut:


  • Problem-Solution-Fit: Wird für eine spezifische Zielgruppe ein echtes Problem gelöst bzw. Bedürfnis gestillt?

  • Value Proposition: Wie beurteilst du die Qualität deines Nutzenversprechens?

  • Business-Model-Logic: Ist dein Geschäftskonzept plausibel, wenn du es gedanklich durchspielst? Kannst du liefern, was du versprichst?

  • Gibt es Red Flags, welche für dich die Weiterentwicklung der Geschäftsidee verunmöglichen?


    Bist du immer noch zuversichtlich und motiviert, deine Geschäftsidee weiter zu verfolgen? Dann kannst du nun getrost Zeit und Ressourcen in die Marktrecherche und konstruktive Markttests investieren, denn gegenüber Menschen, die einfach eine Idee haben, bist du jetzt ein Mensch mit einer fundierten Geschäftsidee, die einer ersten systematischen Überprüfung standgehalten hat. Ein kleiner, aber enorm wichtiger Unterschied, der dir alle weiteren Schritte erleichtert. Gratuliere!


Fazit


Wenn die Idee nach dem 5er-Check von nubiz klar, machbar und testbar erscheint, dann lohnt es sich, mehr Zeit und Ressourcen zu investieren. Ist sie hingegen diffus, unlogisch oder noch nicht marktfähig, dann heisst es eliminieren oder neu denken.


Dieser Test hilft, weil er

  • Klarheit schafft

  • Die wichtigen Fragen beantwortet

  • Risiken sichtbar macht

  • Ein Geschäftsmodell sichtbar macht

  • Fakten von Thesen trennt

  • Einen kritischen Blick fördert

  • Kostspielige Fehler vermeidet


Vor allem aber hilft dieser Test dabei, den Autopiloten auszuschalten, der eine echte Einschätzung deiner Geschäftsidee verhindert. Dabei lernt man übrigens enorm viel, nicht nur über das eigene Vorhaben, sondern auch über sich selbst.


Was dieser Test auch zeigt:

Die Geschäftsidee ist auch nach diesem Check noch immer eine Hypothese. Erst durch echte Markterkenntnisse kann daraus ein Geschäft entstehen. Logische nächste Schritte sind demnach:

  • Marktrecherchen

  • Passende Markttests, die Antworten zu deinen Thesen liefern


Dank dem nubiz 5er-Check hast du nun aber eine solide Basis gelegt, um die Idee gezielt weiterzuentwickeln.


Wenn du eine Geschäftsidee hast - egal ob frisch, wild, chaotisch oder schon halb ausgearbeitet - dann lass uns darüber sprechen. Du kannst mir deine Idee jederzeit vorstellen. Ich gebe dir ein unverbindliches, ehrliches Feedback samt konkreten Handlungsempfehlungen. Egal ob Sidebusiness, Selbstständigkeit, ein neuer Geschäftszweig oder Startup - deine Idee bleibt selbstverständlich vertraulich und wird nicht veröffentlicht oder weitergegeben.



Ich freue mich darauf, dich und deine Ideen kennenzulernen und gemeinsam herauszufinden, wohin die Reise gehen kann.


Herzlich,


Alexander Osterberger-Barrett

nubiz - Coaching & Beratung















 

Du musst nicht alles anbieten. Du musst das Richtige anbieten und das vor allem auch am richtigen Ort bzw. über den richtigen Kanal. Klingt einfach, ist aber oft eines der grössten Probleme für Gründer:innen und Jungunternehmer:innen. Logisch willst du mit deinem tollen Angebot, von dem du 100 % überzeugt bist, möglichst viele Käufer erreichen. Aber genau hier besteht eines der Hauptprobleme, denn ohne Fokus sprichst du auch niemanden richtig an und die Durchschlagskraft geht verloren. Egal was du anbietest und für wen, ob Dienstleistung, Produktion oder Handel, für alle gilt das gleiche Prinzip. Die meisten verpassen jedoch gerade in der Startphase wertvollen Impact, wenn Geld und Zeit knapp sind.


"Wir bieten individuelle Lösungen für Unternehmen und Privatpersonen" - klingt toll, sagt aber leider praktisch gar nichts aus.


Die Versuchung ist gross, möglichst viele Türen offen zu halten. Man könnte ja sonst einen Kunden verlieren. Das Problem ist jedoch, wenn du für alle interessant sein möchtest, wird dein Angebot schnell für niemanden wirklich relevant und es geht in der Menge an Informationen einfach unter.


Hier helfen zur Überprüfung des eigenen Angebotes bereits erstaunlich einfache Fragen in Kombination mit der Frage, die alle Eltern von kleinen Kindern so oft zur Verzweiflung bringen:


WARUM?


Kinder sind darin ziemlich gut. Sie fragen "Warum?" und egal was du sagst, die nächste Frage lautet wieder ... genau: Warum?


Plötzlich muss man immer genauer erklären, was man eigentlich gemeint hat. Dieses Prinzip solltest du unbedingt auch für dein Unternehmen nutzen.


Ich empfehle folgende Fragen und hänge dann so oft die Frage "Warum?" daran, bis du so präzise bist, dass du nichts mehr erfragen kannst, denn es ist nun sonnenklar.


Starten wir mit WAS?


Was bietest du an?

"Eine gesunde Mahlzeit für Zwischendurch"


Warum?

"Weil Menschen keine Zeit zum Kochen haben, sich aber gesund ernähren wollen"


Warum haben Menschen keine Zeit zum Kochen? ...

Warum wollen sie sich gesünder ernähren? ...

Was bedeutet gesunde Ernährung überhaupt? ...

Warum ist das relevant? ...


Mit den Antworten wirst du plötzlich viel spezifischer bei der Frage, was du anbietest und für wen das relevant ist. Mit jeder weiteren Frage kommst du eine Ebene tiefer und genau dort wird es interessant!


Wenn du WAS? beantwortet hast, dann gehst du zur nächsten Frage über:

Für wen bietest du das an? Warum, warum, warum?

Welches Problem löst du? Warum, warum, warum?

Wo bietest du das an? Warum, warum, warum?

Wie bietest du das an? Warum, warum, warum?

...

Du verstehst das Prinzip.


Am Schluss antwortest du auf die Frage: "Was bietest du an?" vielleicht so:


"Mit vollwertigen, löffelfertigen Bio-Lunches zum Anrühren helfen wir beschäftigten Schreibtischtätern, ihren Körper auch an hektischen Arbeitstagen ohne Kochen oder Lieferdienst dauerhaft leistungsfähig zu halten - und es schmeckt richtig gut!"


Schärfen heisst nicht: kleiner denken


Viele Gründer:innen und Jungunternehmer:innen haben Angst davor, ihr Profil zu schärfen. Sie sagen:


"Wenn ich mich auf eine Zielgruppe konzentriere, verliere ich doch andere Kunden."


Oft ist aber genau das Gegenteil der Fall. Schärfen bedeutet nicht, andere Kunden auszuschliessen. Es bedeutet, für bestimmte Menschen deutlich relevanter zu werden.


Statt:

"Ich helfe Unternehmen bei ihrer Digitalisierung."


besser:

"Ich helfe kleinen Dienstleistungsunternehmen, ihre wiederkehrenden Abläufe zu digitalisieren und dadurch Zeit für Kunden zu gewinnen."


Dadurch wird klarer:

  • Für wen ist das?

  • Welches Problem wird gelöst?

  • Was verändert sich für den Kunden?

  • Warum könnte er dafür Geld ausgeben wollen?


Drei Fragen für dein eigenes Profil


Nimm dir 15 Minuten Zeit. Kein Workshop. Kein Post-it-Marathon. Ein Blatt Papier reicht völlig aus. Beantworte diese drei Fragen möglichst konkret, indem du deine eigenen Folgefragen stellst, bis du nicht mehr weiterfragen kannst.


1) Wer soll mein Angebot kaufen?


Nicht: "KMU". Das ist ungefähr so präzise wie: "Menschen mit Schuhen".


Welche Unternehmen? Warum? Wer entscheidet über die Beschaffung? Was ist ihre Situation und was beschäftigt sie gerade?


2) Welches Problem löse ich (oder welches Bedürfnis stille ich)?


Nicht nur beschreiben, was du machst. Beschreibe, wie sich die Situation beim Kunden positiv verändert, nachdem er dein Angebot genutzt hat und auch, was dich von anderen Anbietern abhebt.


Zeit gespart? Kosten reduziert? Mehr Umsatz? Weniger Chaos? Mehr Genuss? Einfachere Bedienung? Bessere Leistungsfähigkeit? Mehr Zufriedenheit? etc.


3) Was bringt den Kunden dazu, dafür Geld ausgeben zu wollen?


Das ist die vielleicht wichtigste Frage. Denn dein Kunde kauft nicht dein Produkt, deine Methode oder deine Beratung. Er kauft eine gewünschte Veränderung seines Status Quo.


Je klarer du diese Veränderung beschreiben kannst, desto leichter wird es, dein Angebot, deine Kommunikation und letztlich auch deinen Verkauf zu verbessern.


Ein einfacher Test


Schau dir deine aktuelle Website an oder wie du dein Angebot Dritten präsentierst und frag dich:


"Würde ein potenzieller Kunde innerhalb von 10 Sekunden verstehen, dass ich sein Problem lösen kann?"


Es ist kein Drama, wenn die Antwort "eher nicht" lautet. Das ist kein Zeichen dafür, dass dein Angebot nicht gut ist. Es ist ein Zeichen dafür, dass du dir noch ein paar gute Fragen stellen solltest.


Warum sich diese Arbeit für dich lohnt


Ein geschärftes Profil hilft dir nicht nur beim Marketing. Es beeinflusst fast alles:

  • Deine Angebote werden verständlicher.

  • Deine Kommunikation wird konkreter.

  • Die richtigen Kunden fühlen sich eher angesprochen.

  • Verkaufsgespräche werden einfacher.

  • Du selbst hast mehr Klarheit und kannst schneller entscheiden, welche Chancen wirklich zu deinem Unternehmen passen.


Meine Erfahrung zeigt, dass du damit wertvolle Zeit und kostbare Liquidität schonen kannst und mit deinem Unternehmen schneller die gesetzten Ziele erreichst. Eine Investition, die sich lohnt!


Noch nicht klar, wohin die Reise geht?


Das ist völlig normal. Viele Gründer:innen starten mit einer Idee, aber noch ohne wirklich klaren Plan. Andere sind bereits unterwegs und merken: "Da geht mehr, aber wie?".


Dann lohnt es sich, die richtigen Fragen gemeinsam anzuschauen. Nicht mit 47-seitigen Strategiepapieren, die anschliessend in einer Schublade verschwinden. Sondern mit guten Fragen, klaren Antworten und konkreten nächsten Schritten.


Wenn du gerade selbst an einem Punkt stehst, an dem noch nicht alles klar ist, können wir uns unverbindlich austauschen. Am besten buchst du ein kostenloses Online-Erstgespräch oder rufst mich an und bringst deine Fragen mit. Die ersten Warum?-Fragen gehen auf mich.


Herzlich,


Alexander Osterberger-Barrett

nubiz - Coaching & Beratung










 
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