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Summita's Zeltsauna wird in Thun produziert und ist ein Musterbeispiel für Swissness
Summita's Zeltsauna wird in Thun produziert und ist ein Musterbeispiel für Swissness

Das Schweizer Kreuz ist weltweit eines der stärksten Qualitätssignale. Doch was steckt wirklich dahinter? Und wie lebt ein kleines Startup aus Thun dieses Versprechen in einem Produkt, das du vielleicht noch nicht kennst?


Ein kühler Abend, der Duft von Holz, heisser Dampf, Stille und du mittendrin


Stell dir vor, es ist Freitagabend, draussen im Garten ist es frisch, doch in wenigen Minuten hüllt dich die wohlige Saunawärme ein - ohne fixe Installation, ohne Umbaukosten, ohne Baubewilligung und ohne Kompromisse bei der Qualität! Klingt illusorisch? Falsch gedacht. Genau diesen Widerspruch von höchstem Anspruch und maximaler Flexibilität löst ein junges Schweizer Startup aus dem Berner Oberland. Doch bevor wir dazu kommen, lohnt es sich, einen Schritt zurückzutreten und zu verstehen, was das Wort "Swissness" überhaupt bedeutet.


Was bedeutet "Swissness" und wer darf damit werben?


Das Schweizer Recht ist in dieser Frage bemerkenswert präzise. Seit der Revision des Markenschutzgesetzes im Jahr 2017 gelten strenge Kriterien dafür, wann ein Produkt das Schweizer Kreuz oder den Schriftzug "Swiss Made" tragen darf.


Für Industrieprodukte galt bisher: Mindestens 60 % der Herstellungskosten müssen in der Schweiz anfallen und der wesentliche Fertigungsschritt muss hierzulande stattfinden (Aktuell wird dies aufgrund der ON Debatte wohl etwas aufgeweicht, so dass die Entwicklung des Produktes in der Schweiz unter Umständen ausreichen kann). Bei Lebensmitteln und Naturprodukten sind die Anforderungen noch strikter. Das Swiss Institute of Intellectual Property (IGE) ist unter anderem zuständig für Beratung und Auslegung der Swissness-Regeln. Verstösse können teuer werden!


Produzieren in der Schweiz: Eine Herausforderung und deshalb eine sehr bewusste Entscheidung


Wer in der Schweiz produziert, kämpft täglich gegen eine unbequeme Wahrheit: Die Kosten sind schlicht auf einem anderen Niveau als in anderen Ländern. Löhne, Mieten, Energie, Rohstoffe - alles teurer. Ein Arbeitnehmer in der Schweizer Produktion kostet ein Vielfaches von dem, was für vergleichbare Arbeit andernorts anfallen würde. Trotzdem entscheiden sich mutige Unternehmerinnen und Unternehmer immer wieder dafür. Warum? Weil die Schweiz nicht nur ein Produktionsstandort ist, sondern ein Ökosystem aus Präzision, Verlässlichkeit und hohem Entwickler-, Bau- und Handwerksstolz. Weil "Swiss Made" global Türen öffnet, die für andere geschlossen bleiben und es innerhalb der Schweiz als Gütesiegel verstanden wird, das man stolz behütet. Und weil die Nähe zum anspruchsvollsten Kundenstamm der Welt, dem Schweizer Markt, ein permanenter Antreiber für Qualität ist.


Schweizer Kunden verzeihen wenig. Sie haben zurecht hohe Erwartungen an Langlebigkeit, Verarbeitung und Funktionalität sowie an Design und Service. Wer in der Schweiz produziert, trainiert täglich auf diesem Niveau. Das spürt man auch im Endprodukt.


Die grossen Vorbilder und was Schweizer Marken so besonders macht


Die Liste der Schweizer Weltmarken liest sich wei ein Who's who des globalen Qualitätshandwerks. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie haben nie den einfachen Weg gewählt:

  • Rolex und die Schweizer Uhrenindustrie stehe für Präzision und Status. Hinter jedem Uhrwerk stecken auch etliche Handgriffe, die sich nicht automatisieren lassen und genau das ist der Punkt.

  • Victorinox produziert seit über 130 Jahren im Kanton Schwyz. Das Schweizermesser ist in über 100 Ländern erhältlich und kein Billigprodukt hat je das Original verdrängt.

  • Mammut beweist: Auch im Outdoor-Segement funktioniert Swissness als globales Qualitätsmerkmal.


Hier möchte ich zudem all die KMU erwähnen, die oft Weltmarktführer in einer kleinen, aber sehr wichtigen Nische sind. Typisch Schweiz!


Der gemeinsame Nenner: Sie kennen ihre Kundinnen und Kunden. Sie wissen, dass der Schweizer Markt gnadenlos ist und sie haben diesen Druck in eine Tugend verwandelt. Das Resultat sind Produkte, die nicht nur funktionieren, sondern weltweit als Referenz gelten.


Die unbequeme Realität: Konkurrenz aus Billigproduktionsländern


Wer ehrlich ist, muss auch diesen Teil der Geschichte erzählen. Auf Plattformen wie Amazon, Alibaba oder in grossen Online-Shops tummeln sich Produkte, die auf den ersten Blick identisch wirken und vielfach deutlich günstiger sind im Preis. Oft gilt hier jedoch, dass die Herstellung unter ungeklärten Bedingungen erfolgt, oft mit Materialien aus unbekannter Herkunft und häufig auch in wenig überzeugender Qualität, was die Langlebigkeit angeht. Ein Markt mit aggressiven Rabatten und beschränkter Transparenz.


Der Preisvergleich ist verführerisch. Doch er blendet aus, was dahintersteckt: Die echten Kosten verlagern sich letztendlich zum Leidwesen der Umwelt und der Nachhaltigkeit in jedem Bereich.


Für Schweizer Hersteller ist diese Konkurrenz bedrohlich. Der Weg führt hier über echte Qualität, Transparenz, Flexibilität und das Vertrauen ihrer Kundschaft. Das macht ihren Mut umso bemerkenswerter in einer immer schnellerlebigen Welt.


Echte Swissness in der Praxis: Summita.ch, die Thuner Manufaktur für hochwertige Saunazelte


Damit kommen wir zu einem Beispiel, das ich persönlich kenne und mich begeistert, denn es verkörpert alles, wovon bisher die Rede war.


Michael Beyer und sein Team haben in Thun etwas aufgebaut, das es so nicht gab:

ein Startup, das Saunazelte von höchster Qualität selber entwickelt und mit viel präziser Handarbeit in einer eigenen Manufaktur näht. Eine Zeltsauna ist eine vollwertige Alternative zur fixen Sauna, draussen an der frischen Luft aber unmittelbar erreichbar und rasch aufstellbar im Garten, auf der Terrasse, am See. Ohne Baubewilligung. Ohne Fixinstallation. Ohne Kompromisse.


Was auf den ersten Blick nach einer romantischen Entscheidung klingt, ist in Wirklichkeit das Ergebnis hoher Qualitätsanforderungen. Die Zelte werden nicht unter unbekannten Bedingungen irgendwo auf der Welt produziert und dann mit einem Schweizer Label versehen. Sie entstehen Naht für Naht in Thun, weil das Team die hohen Ansprüche an eine Sauna kennt und lebt. Sie sind die grössten Fans ihres eigenen Produktes und das ist ein sehr positives Signal für alle, die Qualität suchen.


Eigene Strapazierungstests bilden dabei die Grundlage für Designentscheide. Was hält extremen Temperaturschwankungen stand? Welche Materialien eignen sich und können wir unsere Entscheidungen jederzeit moralisch vertreten? Diese Fragen werden intern gestellt und intern beantwortet, bevor ein Produkt die Manufaktur verlässt.


Lokale Partner, Schweizer Holz, gelebte Überzeugung


Was Summita.ch besonders macht, ist die konsequente Entscheidung für lokale Partnerschaften. Jeder Zulieferer wird sorgfältig ausgewählt nach Qualität, Zuverlässigkeit und Nähe. Das Holz für die Liegeelemente? Aus der Schweiz! Die Näharbeiten? Im eigenen Betrieb. Die Überzeugung, dass ein starkes Produkt einen ehrlichen Weg verdient, zieht sich durch das gesamte Unternehmen.


Und das Team ist kein neutraler Produzent. Michael und seine Mitstreiterinnen sind selbst begeisterte Sauna-Fans. Sie kennen die Wirkung, die regelmässiges Saunieren auf Körper und Geist hat. Dieses Wissen um den eigenen Anspruch fliesst direkt ins Produkt mit ein - und das spürt man.


Ein Plädoyer: Unterstützen wir die, die den schwierigen Weg gehen, es lohnt sich!


Summita.ch ist kein Einzelfall, aber es ist ein Paradebeispiel. Es zeigt, wie verletzlich diese Art von Unternehmertum ist. Denn während das Team in Thun näht, testet und perfektioniert, kommen und gehen Konkurrenzprodukte, verlagern sich Interessen und echte Werte gehen im lauten Marktrauschen unter.


Als Konsumenten haben wir mehr Macht, als wir oft glauben. Jede Kaufentscheidung ist eine Abstimmung für oder gegen lokale Wertschöpfung. Diese Entscheidung sollten wir gerade wegen des lauten Marktrauschens jeweils möglichst bewusst fällen.


Echte Swissness ist keine Herkunftsangabe, es ist eine Haltung


Es bedeutet mehr als "hergestellt in der Schweiz". Es ist das Ergebnis eines bewussten Entscheids, bei dem höhere Herstellungskosten in Kauf genommen werden, oft strengere Standards gelten sowie für den direkten Dialog mit anspruchsvollen Kundinnen und Kunden. Es ist die Bereitschaft, den schwierigen Weg zu gehen, weil man überzeugt ist, dass Qualität und echte Werte sich langfristig durchsetzen.


Ich persönlich wünsche mir eine Welt, in der wir als Konsumenten der Schnelllebigkeit vermehrt kritischer begegnen und Entscheide bewusster fällen für eine nachhaltige Entwicklung. Es lohnt sich, davon bin ich überzeugt!


Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und eine erfolgreiche Woche! Falls ihr diesen Artikel mögt, könnt ihr ihn gerne teilen und euch für den Newsletter anmelden:


Ihr könnt euch auch gerne bei mir melden, wenn ihr den Dialog sucht oder einfach einen Kommentar hinterlassen, wenn ihr etwas Wichtiges ergänzen möchtet.


Alexander Osterberger-Barrett

Businesscoach nubiz.ch








 
Selbstständigkeit. Für alle, die den Schritt wagen wollen, aber noch zögern.
Selbstständigkeit. Für alle, die den Schritt wagen wollen, aber noch zögern.

Ich kenne viele Menschen, die diesen einen Satz im Kopf haben, den sie sich kaum auszusprechen trauen:


Ich glaube, ich könnte mehr aus meinem Leben machen, aber ich weiss nicht, ob ich das wirklich durchziehen kann.


Vielleicht kennst du dieses Gefühl. Du hast eine Idee, eine Leidenschaft oder einfach den wachsenden Wunsch, nicht mehr für die Träume anderer zu arbeiten. Gleichzeitig bestehen Zweifel, Angst, Verantwortung und Verpflichtungen.


Als Businesscoach sage ich dir nicht, dass du den Sprung unbedingt wagen sollst. Das wäre unverantwortlich. Was ich dir sagen kann: Es gibt eine Reihe von Fragen, die du dir radikal ehrlich stellen musst. Die Selbstständigkeit ist weder das Paradies, das manche versprechen, noch das Harakiri, vor dem andere warnen. Sie ist eine bewusste Entscheidung - und zwar eine ganz persönliche und individuelle.


Warum willst du dich selbstständig machen?


Die ehrlichste Frage zuerst! Bevor wir über Businesspläne, Steuern oder Zielgruppen sprechen: Was treibt dich wirklich an? Es gibt gute und weniger gute Gründe für den Schritt in die Selbstständigkeit.


Zu den nicht so guten Gründen gehören:

  • Du bist unzufrieden, aber weisst noch nicht womit genau

  • Du hast Angst vor Stillstand, aber keine konkrete Vision

  • Du magst deinen Vorgesetzten nicht


Zu den tragfähigeren Gründen gehören:

  • Du willst Werte schaffen und hast eine klare Vorstellung, wie das aussehen soll

  • Du hast eine Vision von einem Unternehmen, das du verantwortungsvoll und mit dem nötigen Respekt aufbauen möchtest

  • Du bist bereit, für eine begrenzte Zeit weniger Sicherheit zu akzeptieren, im Tausch gegen mehr Sinnhaftigkeit und Selbstverwirklichung


Die Selbstständigkeit ist kein Ausweg. Sie ist ein Aufbruch. Der Unterschied ist fundamental!


Rahmenbedingungen: Was hast du & was brauchst du?


Bevor du planst, nimm eine klare Bestandesaufnahme vor:


Finanziell

  • Wie viele Monate kannst du ohne Einkommen überleben?

  • Was sind deine monatlichen Fixkosten im privaten Haushalt?

  • Was musst du verdienen um glücklich zu leben und ausreichend vorzusorgen?

  • Hast du Verpflichtungen, die einen konstanten Geldfluss verlangen und wer ist von dir und deinem Einkommen alles abhängig?


Persönlich

  • Wie hoch ist deine Risikobereitschaft und dein Durchhaltevermögen?

  • Trägt dein soziales Umfeld deine Entscheidung 100% mit und stützt es dich, auch wenn es hoprig wird?

  • Wie gehst du mit Unsicherheit und unstrukturierten Phasen um?


Die Fragen mögen banal klingen, aber viele Menschen müssen nach relativ kurzer Zeit aufgeben, weil entweder der finanzielle Runway falsch kalkuliert wurde oder sie mit der Unsicherheit schlicht nicht umgehen können.


Familie und Verantwortung


Wenn du in einer Partnerschaft lebst oder Kinder hast, ist die Selbstständigkeit keine Solo-Entscheidung. Ich empfehle: Führt das Gespräch explizit. Es braucht eine ehrliche Strategiesitzung mit den Menschen, die mit dir diese Reise mitgehen sollen.


  • Wie lange kann dein Vorhaben mitgetragen werden?

  • Was passiert, wenn es nach x Monaten noch nicht trägt?

  • Was wird von dir zu Hause erwartet und kannst du beides gewährleisten?

  • Was sind die gegenseitigen Erwartungen in der Aufbauphase?

  • Gibt es ein gemeinsames Verständnis von Erfolg und Misserfolg und können alle damit leben?


Die Familie oder dein Partner/deine Partnerin kann die grösste Stütze, aber auch die grösste Bremse sein (letzteres kommt oft zustande, wenn vorher eben nicht klar kommuniziert wurde).


Bist du geeignet dafür?


Eine unbequeme Frage und trotzdem eigentlich die wichtigste. Nicht jeder Mensch ist für die Selbstständigkeit gemacht. Das ist keine Schwäche, sondern Selbsterkenntnis.


Eigenschaften, die in der Selbstständigkeit entscheidend sind:

  • Selbstdisziplin

  • Frustrationstoleranz

  • Flexibilität

  • Akquisebereitschaft

  • Lernbereitschaft

  • Entscheidungsfreude

  • Durchhaltewille

  • Fähigkeit, Hilfe anzunehmen


Gleichzeitig gilt: All das lässt sich trainieren. Niemand startet perfekt. Die Frage ist: Bist du bereit, konsequent an dir zu arbeiten und hast du eine solide Basis?


Einstiegsbarrieren: Was kann dich aufhalten?


Viele angehenden Gründer:innen unterschätzen die administrativen und rechtlichen Hürden. Das sind keine K.O.-Kriterien, aber du solltest sie kennen:


  • Rechtsform/Gründung

  • Versicherungen und Beiträge, insbesondere auch Sozialversicherungen

  • Buchhaltungspflichten

  • Mehrwertsteuer

  • Plus weitere spezifische Bewilligungen, Lizenzen und Vorschriften, die je nach Gewerbe anfallen


Mein Rat: Lass dich beraten! Unwissen kann teuer werden.


Wie lange dauert es, bis du verdienst, was du brauchst?


Ein Punkt, der fast immer unterschätzt wird, denn alles dauert länger als gedacht und der Preis der Lernkurve wird in Zeit und Geld beglichen.


Wenn du frisch startest, verdienst du in der Regel in den ersten Monaten kaum etwas, ab 6 - 12 Monate generierst du erste nennenswerte Umsätze und ab ca. 1.5 Jahren näherst du dich bei klarer Positionierung und konsequenter Umsetzung den Umsatzzahlen die du brauchst. Echte Planbarkeit erreichst du erst nach ca. 2 Jahren. Das gilt natürlich nicht für alle, aber kann oft als Fausregel oder Richtwert verstanden werden. Auch die Kosten solltest du vorsichtig schätzen, also eher überbewerten und an alles denken, was anfällt. Better safe than sorry.


Das bedeutet: Plane konservativ und lerne schnell, um die Phase mit ungenügenden Erträgen möglichst rasch zu überbrücken.


Was dir beim Tempo hilft:

  • Ein gutes Netzwerk und erste Kunden vor dem offiziellen Start

  • Du triffst den Nerv und bedienst eine Zielgruppe optimal (Nische, Spezialisierung)

  • Ein effektiver Marketingplan (klappt nur, wenn die Positionierung stimmt)


Chancen und Risiken: Eine faire Betrachtung


Was du gewinnst:

  • Freiheit und Selbstbestimmung, wobei du abhängig bist von der Nachfrage

  • Mehr Erfüllung, da du direkt für dich selbst arbeitest

  • Mehr Sinn: den Unsinn lässt du hoffentlich weg, den du als Angestellte(r) manchmal enfach nicht ändern kannst

  • Den Stolz, etwas eigenes zu schaffen (dein Baby, sozusagen)


Was du riskierst:

  • Sicherheit: kein fixes Monatsgehalt, keine Arbeitgeberbeiträge für die Sozialversicherungen, keine bezahlten Ferien, etc.

  • Struktur: musst du dir selber schaffen

  • Soziale Einbettung: Isolation ist ein echtes Risiko

  • Netzwerk und Status: musst du dir erarbeiten


Wer die Risiken kennt, kann Massnahmen planen um sie zu vereiteln. Wissen ist Macht.


Direkt einsteigen oder als Side-Business?


Beides sind legitime Wege.


Beim Direkteinstieg kannst du in kurzer Zeit mehr lernen und erreichen. Dafür bist du dem vollen finanziellen Risiko und entsprechendem Druck ausgesetzt.


Beim Einstieg als Side-Business verlierst du etwas an Durchschlagskraft und brauchst länger für den Aufbau, dafür hast du aus dem Haupteinkommen mehr finanzielle Sicherheit.


Bedenke: Erst wenn du ca. 30-40 % deines benötigten Einkommens erzielst, ist der Entscheid für die Selbstständigkeit keine Wette mehr, sondern eine fundierte Entscheidung.


Die wichtigsten Grundlagen, die du kennen musst


Du musst kein Experte in allem sein. Aber du solltest neben deinen fundierten Produktkenntnissen ein grundlegendes Verständnis in folgenden Bereichen haben:

  • Akquise und Netzwerk: Wie kommst du an deine Kunden?

  • Preissetzung: Viele Gründer:innen starten zu günstig

  • Positionierung: Wer bist du, für wen, und wie hebst du dich ab?

  • Finanzen: Finanzplanung (insbesondere Liquiditätsplanung) und Controlling

  • Grösste Abhängigkeiten und Risiken kennen (damit du dich absichern kannst)

  • Den Markt kennen, in dem du aktiv bist (wichtige Kennzahlen inklusive)

  • Basis Know-how in rechtlichen Belangen (insbesondere Vertragsrecht)


Die allerwichtigste Frage


Am Ende des Tages ist die Selbstständigkeit keine technische Entscheidung. Sie ist eine Lebensentscheidung und entsprechend relevant ist die Frage:


Wirst du es bereuen, wenn du es nicht tust?


Bereit für den nächsten Schritt?


Wenn du nach dem Lesen dieses Artikels merkst, dass du ernsthaft nachdenkst, aber noch nicht genau weisst, wo du anfangen sollst, dann lade ich dich herzlich zu einem kostenlosen, unverbindlichen Erstgespräch ein:


Ruf einfach an 076 823 73 33 oder buche einen Online-Termin via Zoom


Das gilt auch für diejenigen unter euch, die bereits gestartet sind oder ein Unternehmen führen und sich verändern wollen.


Ich wünsche dir eine tolle Woche!


Bis bald,


Alexander Osterberger-Barrett

Dein Businesscoach





 
Mit Lean- und Business Model Canvas lassen sich Geschäfts-Konzepte einfach darstellen und diskutieren!
Mit Lean- und Business Model Canvas lassen sich Geschäfts-Konzepte einfach darstellen und diskutieren!

Viele Gründer:innen und KMU-Chefs glauben, ihr Geschäftsmodell sei absolut klar und das Konzept müsse nicht hinterfragt werden. Falsch! Gerade im aktuellen Umfeld unterscheiden sich die erfolgreichen Unternehmen vom Mittelmass, indem sie ihr eigenes Modell laufend testen, schärfen und validieren. Zwei Tools möchte ich in diesem Bezug vorstellen, die eine kompakte Überprüfung erlauben: Lean Canvas und Business Model Canvas. So lässt sich das Optimierungspotenzial für dein Unternehmen rasch erkennen und erfolgreich umsetzen.


Vorweg die Vorteile der Canvas-Modelle auf einen Blick


  • Fokus auf das Wesentliche

  • Frühes Erkennen von Risiken und Chancen

  • Aufdeckung von Problemfeldern und Widersprüchen

  • Tragende Vermutungen können rasch validiert werden

  • Effiziente Kommunikation im Team

  • Überblick auf einem Papier als Diskussionsgrundlage

  • Integrierender Bestandteil von Businessplänen

  • Hilfreicher Bestandteil in- und externer Kommunikation


Gerade in der Startphase oder wenn ein KMU sein Business optimieren will, sind Canvas-Modelle echte Gamechanger.


Lean Canvas

Der schnelle Realitätscheck für dein Geschäfts-Konzept. Lean Canvas ist eine gezielt angepasste Version des klassischen Business Model Canvas. Mit 9 Feldern können auf einem Blatt Papier die Kernaspekte des Geschäftsmodells abgebildet und kritisch hinterfragt werden.


Lean Canvas ist die agile Variante, perfekt für Startups und Gründer:innen, die noch nicht viel wissen und sich auf der grünen Wiese bewegen.


Der grosse Vorteil: Mit Lean Canvas kannst du dein Geschäftsmodell rasch skizzieren, testen und iterativ verbessern, bevor du zu viel Zeit und Geld in die Umsetzung investierst.


Lean Canvas mit Anleitung kostenlos herunterladen:


Business Model Canvas

Das ganzheitlichere Bild des Unternehmens. Während Lean Canvas eher für den schnellen Überblick geeignet ist, bietet das Business Model Canvas einen genaueren Blick auf das Geschäfts-Konzept, wenn bereits zusätzliche Informationen vorhanden sind. Mit 9 Schlüsselbausteinen erhältst du zum Beispiel mehr Insights über Schlüsselpartner, Schlüsselaktivitäten und Schlüsselresourcen.


Der grosse Vorteil: BMC hilft nicht nur, Schwachstellen zu identifizieren. Du kannst auch Synergien und Optimierungspotenziale erkennen, die das Unternehmen wettbewerbsfähiger machen.


Business Model Canvas mit Anleitung kostenlos herunterladen:


Fazit

Ein tragfähiges Geschäfts-Konzept ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis systematischer Prüfung. Wer Tools wie Lean Canvas und Business Model Canvas nutzt, zeigt Professionalität und strategische Weitsicht. Das wird von wichtigen Partnern genau so geschätzt, wie von den Mitarbeitern, die letztendlich von klaren Strukturen und transparenten Vorgaben profitieren. Klarheit vereinfacht Positionierung. Eine klare Positionierung vereinfacht gezieltes Marketing und fördert den Verkaufsprozess.


Wie klar und stimmig ist dein Geschäfts-Konzept und welche Tipps kannst du aus eigener Erfahrung weitergeben? In diesem Beitrag habe ich mich bewusst auf diese beiden Canvas-Tools beschränkt. Das Spektrum an Hilfsmitteln und Tipps reicht jedoch viel weiter. Im Kommentar können konstruktive Gedanken dazu gerne erfasst und geteilt werden.


Bei Fragen kannst du mich über nubiz.ch kontaktieren. Erste kostenlose Feedbacks gibts für KMU hier und für Business-Starter hier.


Nun wünsche ich dir eine erfolgreiche Woche und melde mich mit einem weiteren spannenden Thema nächste Woche wieder! Nubiz news kannst du übrigens abonnieren, wenn du per E-Mail auf dem Laufenden bleiben willst.


Herzlich,

Alex Osterberger-Barrett

Dein Businesscoach


076 823 73 33


 
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